03.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Beck will sich für eine Million Euro rasieren
Möglicherweise war es nur so dahingesagt: Auf einer Veranstaltung in Mainz meinte der SPD-Chef, für einen guten Zweck würde er sich den Bart abrasieren. Nun braucht er plötzlich «Bedenkzeit».
Seine launige Antwort auf die Frage eines Moderatoren bei der Mai-Kundgebung in Mainz könnte SPD-Chef Kurt Beck (SPD) den Bart kosten. «Für eine Million Euro, für einen guten Zweck» erwiderte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident bei einer lockeren Talk-Runde auf der zentralen DGB-Veranstaltung zum 1. Mai auf die Frage, für welchen Preis er sich von seinem Vollbart trennen würde.
Ein Regierungssprecher bestätigte am Samstag in Mainz einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung. «Sowohl Frage als auch Antwort waren scherzhaft gemeint», betonte der Sprecher aber. Beck habe sich in der Bart-Frage zunächst Bedenkzeit erbeten.
Den umgekehrten Weg war im März Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) gegangen. Er ließ sich in den Flitterwochen mit seiner frisch angetrauten Frau Bettina einen Bart stehen. Wulff hatte mit einem Moderator eines Radiosenders gewettet, dass die Beteiligung an der Landtagswahl Ende Januar so hoch sein werde wie 2003 - was sie dann aber nicht war. Nach dem Einlösen der verlorenen Wette trennte sich der CDU-Politiker allerdings umgehend wieder von dem ungewohnten Bart.
Pikant an Becks Bart-Versprechen ist auch seine Äußerung aus dem Jahr 2006. Damals hatte er am Rande einer Veranstltung einem Wiesbandener Arbeitslosen eraten: «Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job.» Die Äußerung hatte für Empörung gesorgt. Der Arbeitslose Henrico Frank hatte sich später aber tatsächlich rasiert und auch einen Job gefunden. (nz/dpa)