Neue Umfrageergebnisse: 

netzeitung.deBeck wird immer unbeliebter

 Herausgeber: netzeitung.de

Der SPD-Vorsitzende scheint seine persönliche Talsohle nicht erreicht zu haben. Einer Umfrage zufolge sind die Bürger noch unzufriedener mit ihm als im Monat zuvor. Anders sieht der Trend für die Kanzlerin aus.

Die persönlichen Umfragewerte von SPD-Chef Kurt Beck sinken weiter. Nur noch 23 Prozent der Bundesbürger sind laut jüngstem ARD-«Deutschlandtrend» zufrieden mit seiner Arbeit. Das ist ein Prozentpunkt weniger als im April und die niedrigste Zustimmung für Beck, die seit seiner Wahl zum Parteivorsitzenden vor zwei Jahren im «Deutschlandtrend» gemessen wurde, teilte die ARD mit. 69 Prozent sind den Angaben zufolge nicht mit der Arbeit des SPD-Vorsitzenden zufrieden.

Auf Platz eins der Liste der beliebtesten Parteipolitiker steht im Mai – wenn auch mit Einbußen – weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): 68 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden, das ist ein Minus von drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. Knapp dahinter auf Platz zwei steht SPD-Vize und Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 66 Prozent (minus eins).

Wenn an diesem Sonntag gewählt würde («Sonntagsfrage»), käme die Union laut Umfrage unverändert auf 37 Prozent. Die SPD kann bundesweit im Vergleich zum Vormonat um einen Punkt zulegen und erreicht 27 Prozent der Stimmen. Die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf 10 Prozent. Die FDP liegt unverändert bei 10 und die Linke bei 12 Prozent.

Die CSU muss unterdessen laut einer neuen Umfrage bei der Landtagswahl im September um ihre absolute Mehrheit fürchten. Sie käme derzeit nur auf 48 Prozent der Stimmen, ermittelte das Institut Infratest dimap im ARD-Auftrag. In der vergangenen Woche hatte die CSU in einer anderen Umfrage sogar nur bei 44 Prozent gelegen.

Unpopulär ist danach insbesondere CSU-Chef Erwin Huber, mit dessen Arbeit nur 28 Prozent der bayerischen Bevölkerung zufrieden sind. Auf jeweils 48 Prozent Zustimmung kommen Ministerpräsident Günther Beckstein und CSU-Vize Horst Seehofer. In der Befragung kamen die SPD auf 23 (plus zwei) und die Grünen weiter auf 10 Prozent. Anders als die Linke würden FDP und Freie Wähler den Einzug in den Landtag schaffen. (dpa)