Die Nachstellungen des NS-Staats überlebte Freiherr von Boeselager nur dank der Verschwiegenheit seiner Mitverschwörer. «Ich hatte wahnsinniges Glück. Keiner verriet mich unter Folter», sagte er in einem Interview vor knapp vier Jahren. Die Bundeswehr habe lange kein Interesse an ihm gehabt, sagte Boeselager der FAZ. Stattdessen seien Schulen auf ihn zugekommen, um seine Erinnerungen und Erfahrungen zu hören. Zur Widerstandsgruppe war er über Henning von Tresckow gekommen. Nach dem Krieg heiratete er Rosa Maria Gräfin von Westphalen zu Fürstenberg, mit der vier Kinder hatte. Er gehört zu den Gründern des Malteser Hilfdienstes. (dpa)