Jede jüdische Einwanderungsgruppe hatte in Israel mit Ressentiments und Vorurteilen gegenüber ihren ethnischen Eigenschaften zu kämpfen. Die deutschen «Jekkes» galten etwa als ordnungsliebend und pünktlich, aber auch als stur und humorlos. Den aus Marokko eingewanderten Juden sagte man nach, sie seien ungebildet und gewaltbereit. Jahrzehntelang beklagten die orientalisch-stämmigen Sepharden eine Diskriminierung durch die europäische Elite, die Aschkenasim.«Heute wandern Juden eher aus freiem Willen und ideologischen Gründen und weniger unter wirtschaftlichem Druck nach Israel ein», erklärt Sprecherin Noy. Angesichts anti-semitischer Anfeindungen in Europa, vor allem in Frankreich, sehe man dort ein weiteres Potenzial für künftige Einwanderer. «Wir müssen auch in Zukunft alles tun, um Juden dabei zu helfen, nach Israel zu kommen.» (Von Sara Lemel, dpa)