Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Notmaßnahmen gegen Lebensmittelknappheit: 

Philippinen investieren in Reisproduktion

28. Apr 2008 22:35
Reisbauer: Die Philippinen investieren in den Anbau
Bild vergrößern
Manila will den Anbau für das Grundnahrungsmittel mit 750 Millionen Euro ankurbeln. Das kündigte die Regierung an. Auch andere Länder leiden unter der Lebensmittelknappheit.

Mit Notmaßnahmen wollen die Regierungen der Philippinen und Malaysias die Folgen der Reisknappheit für die Ärmsten der Armen mindern. Die malaysische Regierung kündigte Subventionen für die heimische Reisproduktion an, die derzeit rund zwei Drittel der Bevölkerung versorgt.

In Vietnam drohen harte Strafen für jeden, der aus der Krise Profit schlagen will. Die Behörden erklärten, in den vergangenen Tagen hätten mehrere Unternehmen massenhaft Reis aufgekauft, um ihn später mit Profit weiterzuveräußern. Außerdem hielten Großhändler Vorräte zurück, sagte eine Sprecherin.

Malaysia will Reis-Exporte nicht subventionieren

Die Reisvorräte in Vietnam seien für den heimischen Verbrauch ausreichend, betonte Ministerpräsident Nguyen Tan Dung den staatlichen Medien zufolge. Die Tageszeitung «Phapluat» titelte am Montag mit der Schlagzeile «Keine Panik».

In Malaysia kündigte Verbraucherminister Shahrir Samad am Montag an, anders als die heimische Produktion sollten die aus Thailand zugekauften Reis-Exporte nicht subventioniert werden. Der Preis für Reis aus Thailand hat sich binnen fünf Monaten fast verdreifacht. Die Regierung geht daher davon aus, dass die Verbraucher nun verstärkt heimischen Reis kaufen, dessen bislang stabiler Preis ebenfalls steigen dürfte. Während Thailand erklärt hat, die Ausfuhrmenge werde nicht begrenzt, haben Kambodscha und Vietnam solche Obergrenzen eingeführt, um zunächst die eigene Bevölkerung zu versorgen.

Reispreis als sozialer Sprengstoff

Die philippinische Regierung will den heimischen Reisanbau mit einem Investitionsprogramm über 750 Millionen Euro forcieren. Zudem soll gegen das Horten vorgegangen werden, was Manila als weitere Ursache für den Preisanstieg betrachtet. Der Reispreis birgt enormen sozialen Sprengstoff in dem Land, in dem 40 Prozent der Bevölkerung täglich weniger als zwei Dollar (1,28 Euro) zur Verfügung haben. Der Anteil derer, die höchstens einen Dollar haben, liegt bei elf Prozent - das sind elf Millionen Menschen.

Hart getroffen von der Entwicklung werden auch die israelischen Verbraucher. Die Preise für Reis stiegen in der vergangenen Woche um 60 Prozent, für Mehl um 25 Prozent und für Nudeln um 12 Prozent. Eine Supermarktkette begrenzte den Einkauf auf zwei Beutel Reis pro Kunden. Nach Angaben der Behörden vom Montag ist Reis noch nicht knapp. (AP)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Selbstmordattentäterinnen im Irak: 
Frauen als Waffen
 
Irische Demonstranten verlangen Respekt für ihr Nein: 
Sarkozy ganz kleinlaut in Dublin
 
Entführung in der Provinz Parwan: 
Deutsche Geisel in Afghanistan befreit
 
Nach Gefangenenaustausch in Nahost: 
Hamas will deutsche Vermittler
Beisetzung des israelischen Soldaten: 
«Das ist alles ein böser Traum»
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.