23. Apr 2008 16:23
Eine simbabwische Zeitung hat überraschend eine Koalitionsregierung vorgeschlagen. Darin soll Präsident Mugabe Einfluss behalten. Derweil ist ein erstes Ergebnis der Neuauszählung veröffentlicht worden.
«Die Lage in Simbabwe ist düster, aber noch ist nicht alles verloren», schrieb der Kolumnist Obediah Mazombwe. «Während die Regierungspartei aufhören muss, sich wie ein verletzter Büffel zu benehmen, muss die Opposition ihre Hysterie und ihre Entgleisungen in Wahnvorstellungen beenden.» Eine Koalitionsregierung könne die Verfassung reformieren und Neuwahlen unter regionaler und internationaler Beobachtung organisieren. Der Westen dürfe nicht länger darauf bestehen, dass Präsident Mugabe und seine Partei Zanu-PF nicht Teil eines künftig blühenden Simbabwe sein könnten, hieß es weiter.In dem Kommentar wurden Oppositionsführer Morgan Tsvangirai und Kollegen aufgefordert, aus ihrem «virtuellen Exil» zurückzukehren und eine konstruktive Rolle in dem Konflikt einzunehmen. Der Kolumnist betonte, die Regierung habe die Wahlen Ende März nicht gefälscht. Die Opposition habe die Abstimmung nicht klar gewonnen. Die Wahlkommission veröffentlichte unterdessen ein erstes Ergebnis der Neuauszählung der abgegebenen Stimmen bei der Parlamentswahl. Im Bezirk Goromonzi wurde der Sieg der Regierungspartei bestätigt. Das Ergebnis änderte sich lediglich um eine Stimme, wie «Herald» berichtete. Die Opposition hatte die Neuauszählung gefordert.