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US-Vorwahlen: 

Clinton feiert dringend benötigten Erfolg

23. Apr 2008 07:24, ergänzt 08:25
Hillary Clinton feiert ihren Sieg in Pennsylvania
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Die ehemalige First Lady hat im Rennen um die Präsidentschaftsnominierung im Bundesstaat Pennsylvania gewonnen. «Der Wind dreht sich», sagt die Senatorin zum Duell gegen Mitbewerber Obama. Der ist schon im nächsten Vorwahl-Staat.

Die wichtige Vorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat Pennsylvania hat Hillary Clinton Rückenwind verschafft. Die ehemalige First Lady errang einen klaren Sieg über ihren Konkurrenten Barack Obama. Clinton erhielt 55 Prozent der Stimmen. Barack Obama musste sich mit 45 Prozent zufrieden geben, führt aber weiterhin in der Gesamtwertung.

In Pennsylvania ging es um 158 Delegiertenstimmen, die nach dem Ergebnis der Vorwahl proportional auf beide Bewerber aufgeteilt werden. Clinton gewann mindestens 66 Delegierte hinzu, Obama mindestens 57. Für 35 Delegiertenstimmen war die Auszählung noch nicht beendet. Insgesamt hat Obama damit 1705 Stimmen auf sich vereint, Clinton derzeit 1575. Damit geht das seit Monaten anhaltende Duell um die Präsidentschaftskandidatur mit unverminderter Härte weiter.

Die nächsten wichtigen Abstimmungen stehen bereits am 6. Mai in North Carolina und Indiana bevor. Dort nahm Obama das Ergebnis zur Kenntnis. Insgesamt finden bis Anfang Juni noch neun Wahlgänge statt.

Demonstrativer Optimismus bei Clinton

Nach ihrem dringend benötigten Erfolg gab sich Clinton optimistisch, die Präsidentschafts-Nominierung der Demokraten zu gewinnen und nach der Präsidentenwahl im Herbst ins Weiße Haus einzuziehen. Sie sagte, die Siegeswelle Obamas sei nun vorbei. «Der Wind dreht sich.» Ihr Sieg in Pennsylvania sei um so bedeutender, weil Obama drei Mal so viel Wahlkampfspenden wie sie selbst zur Verfügung gehabt habe.


Mit Blick auf die Präsidentenwahl selbst sagte sie vor jubelnden Anhängern in Philadelphia: «Nach acht Jahren der Regierung von George Bush, dürfen wir keinen Tag verlieren.» Sie versprach, die US-Truppen aus dem Irak nach Hause zu holen und die Wirtschaftskrise zu bekämpfen.

Obama war schon in den nächsten Vorwahl-Staat Indiana gereist. «Jetzt liegt es an euch in Indiana», sagte er in Evansville vor Anhängern. «Ihr könnt entscheiden, ob wir auf den alten ausgetretenen Pfaden weitermachen oder ob wir einen neuen Kurs einschlagen, der wirkliche Hoffnung für die Zukunft bietet.«

Dringend notwendiger Erfolg

Clinton brauchte selbst aus Sicht ihrer Partei in Pennsylvania einen deutlichen Sieg, um angesichts ihres Rückstandes bei bisherigen Vorwahlen gegenüber Obama weiter im Rennen zu bleiben. Ein knappes Ergebnis hätte den Druck auf sie erhöht, ihre Bewerbung zurückzuziehen. «Clinton musste in Pennsylvania gewinnen, und sie hat gewonnen. Das ist ein sehr wichtiger Sieg für sie», meinte der Fernsehsender CNN.

Ersten Analysen zufolge erhielt Clinton einen besonders hohen Zuspruch bei Arbeitern, älteren Wählern und bei Frauen. Obama dagegen schnitt nach Analysen verschiedener US-Fernsehsender erwartungsgemäß bei Schwarzen und bei jungen Wählern stark ab.

Alles deutet auf Entscheidung durch Super-Delegierte hin

Mit dem Wahlausgang zeichnet sich allerdings immer mehr ab, dass keiner der beiden Bewerber mit einer Mehrheit der gewählten Delegierten beim Parteitag Ende August in Denver rechnen kann. Daher dürfte die letzte Entscheidung in den Händen der «Superdelegierten» liegen. Das sind zumeist hohe Parteifunktionäre, die in ihrer Entscheidung nicht an die Entscheidung der Basis gebunden sind.
2025 Delegiertenstimmen werden für die Nominierung benötigt.

Die Präsidentschaftswahl selbst findet am 4. November statt. Bei den Republikanern steht der Senator John McCain bereits fest. (dpa/AP)

 
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