22. Apr 2008 14:36
Die chinesische Waffenlieferung an Simbabwes Präsident Mugabe wird nicht zugestellt: Der Frachter mit der brisanten Ladung an Bord kehrt nach China zurück. Der Grund dafür dürfte Gewerkschaften und Hafenarbeiter freuen.
Die Sprecherin verteidigte die Lieferung als «völlig normalen Handel mit Militärgütern». Die Verträge seien im vergangenen Jahr unterzeichnet worden und hätten mit der jüngsten Entwicklung nach der umstrittenen Wahl in Simbabwe nichts zu tun. China sei «umsichtig und vorsichtig» mit seinen Militärexporten und mische sich grundsätzlich nicht in innere Angelegenheit der Empfängerländer ein. «Niemand sollte die Angelegenheiten politisieren», sagte die Sprecherin. Der chinesische Frachter «An Yue Jiang» mit 77 Tonnen Waffen und Munition konnte nicht in afrikanischen Häfen entladen werden, weil der internationale Verband der Transportarbeiter (ITF) überall auf dem Kontinent zu einem Boykott des Schiffes aufgerufen hatte.
Auch die US-Regierung wollte afrikanische Staaten dazu bewegen, die Entladung des Frachters zu verbieten. Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaften hatten davor gewarnt, die Waffen nach Simbabwe gelangen zu lassen. Dort mehren sich seit den umstrittenen Wahlen vor mehr als drei Wochen Berichte über blutige Übergriffe gegen die Opposition. (dpa/AP)