22. Apr 2008 10:51
Aus Sicherheitsgründen findet der olympische Fackellauf in der indonesischen Hauptstadt Jakarta abgeschirmt von der Öffentlichkeit in einem Stadion statt. Dennoch ist es wieder zu Protesten und Festnahmen gekommen.
5.500 Polizisten waren im Einsatz, um bei Demonstrationen gegen die chinesische Tibet-Politik einzuschreiten. Vor dem Stadion versammelten sich trotzdem rund hundert Demonstranten. Mehrere von ihnen wurden festgenommen, tibetische Flaggen und Transparente beschlagnahmt. Er habe ganz friedlich gegen Menschenrechtsverletzungen in Tibet protestiert, sagte der Niederländer, der von Polizisten in Zivil abgeführt wurde. Auch auf der nächsten Station des Fackellaufs stand die Sicherheit im Blickpunkt: Entlang der um vier auf 16 Kilometer verkürzten Strecke in der australischen Hauptstadt Canberra wurden Metallgitter errichtet. Die Fackel wird dort am Donnerstag erwartet.In Japan beginnt der Fackellauf am Samstag in Nagano nicht wie ursprünglich geplant an einem buddhistischen Tempel, sondern auf einem Parkplatz. Der Zenkoji-Tempel kündigte für den Morgen des Fackellaufs eine Gebetsveranstaltung für Tibet an. Die heftigsten antichinesischen Proteste während des Fackellaufs gab es bislang in London, Paris, San Francisco und Neu-Delhi. Am 2. Mai trifft die Olympische Fackel in Hongkong ein und setzt ihren Weg dann in China fort - bis zur Eröffnung der Spiele am 8. August in Peking. (AP)