22.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Saakaschwili nannte das Gespräch mit Putin schwierig
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Die Uno soll zwischen Russland und Georgien vermitteln. Die Regierung in Tiflis wirft Russland vor, eine unbemannte Flugdrohne abgeschossen zu haben. Ein Telefongespräch zwischen den Präsidenten beider Staaten sei schwierig verlaufen.
Der Konflikt zwischen Russland und Georgien beschäftigt den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Das Gremium beschloss am Montag auf Antrag der Regierung in Tiflis, Beratungen über die jüngsten Spannungen auf die Tagesordnung der Sitzung am Mittwoch zu bringen. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin sagte, seine Regierung habe keine Einwände und werde ebenfalls etwas zu sagen haben.
Georgien wirft Russland «militärische Aggression» vor und beschuldigt das Nachbarland, am Sonntag eine Aufklärungsdrohne über der abtrünnigen Region Abchasien abgeschossen zu haben. Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Regierung in der vergangenen Woche angewiesen, die Zusammenarbeit mit den separatistischen Behörden in Abchasien und Südossetien zu verstärken.
Die Präsidenten beider Staaten telefonierten am Montag wegen des jüngsten Zwischenfalls miteinander. Anschließend sprach der georgische Präsident Michail Saakaschwili von einer «schwierigen Unterredung».
Die Spannungen zwischen Georgien und Abchasien hatten sich im Februar verschärft, nachdem die Regierung der Region die internationale Gemeinschaft bat, ihre Unabhängigkeit anzuerkennen. Das abchasische Parlament berief sich dabei auf die Unabhängigkeitserklärung des Kosovos. (AP)