Der Vatikan plant eine Änderung des Kirchenrechts, damit sexuelle Übergriffe durch Priester besser verfolgt werden können, berichtete die Zeitung «New York Times» unter Berufung auf den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada. Man denke dabei an eine Verlängerung der Verjährungsfristen. Dies sei notwendig, weil die Opfer erst viele Jahr nach ihrem Missbrauch den Mut hätten, ihren Fall der Kirche zu melden, hieß es. Die Auseinandersetzung mit den Folgen des Sexskandals durch pädophile Priester, der die US-Kirche seit Jahren tief erschüttert, stand im Mittelpunkt der Papstreise. Mehrmals ging Benedikt öffentlich darauf ein, verwies auf das Leid der Opfer, auf den Schaden für die Kirche und kritisierte besonders, dass viele Missbrauchsfälle von Geistlichen teilweise jahrelang vertuscht wurden. In einer Geste der Versöhnung traf er sich mit Opfern und betete mit ihnen.
Es ist die achte Auslandsreise Benedikts, im Sommer will er zum katholischen Weltjugendtag nach Australien reisen, im Herbst nach Frankreich. (dpa)