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Vor Passahfest in Israel: 

Selbstmordanschlag auf Grenzposten

19. Apr 2008 17:37
Hinter dem Panzer steigt Rauch nach dem Selbstmordanschlag auf
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Kämpfer der Hamas haben mit Sprengstoff beladenen Fahrzeugen israelische Grenzposten angegriffen. Es war kurz vor Beginn des jüdischen Passah-Festes der größtangelegteste Anschlag seit 2005.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen israelischen Grenzposten am Gazastreifen sind am Samstag 13 Soldaten verletzt worden. Die Kämpfer der radikalislamischen Hamas benutzten drei mit hunderten Kilogramm Sprengstoff beladene Fahrzeuge für ihren Angriff auf den Grenzposten. Es handelte sich damit um den größtangelegtesten Anschlag seit dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen 2005, wie der israelische General Joav Galant sagte.

Drei Hamas-Kämpfer wurden nach israelischen Militärangaben bei dem Anschlag getötet, der sich im Morgengrauen wenige Stunden vor Beginn der jüdischen Passah-Festes ereignete. Wegen des einwöchigen Festes hatte Israel bereits zuvor den Gazastreifen und das Westjordanland vollständig abgeriegelt.

Bekennervideo der Attentäter

Die Hamas bekannte sich zu dem Anschlag, verbreitete ein Bekennervideo der Attentäter und kündigte weitere Angriffe gegen Israel an. Die Hamas-Kämpfer fuhren im Schutz von Frühnebel und ablenkendem Mörserbeschuss des Grenzgebietes mit den sprengstoffbeladenen Fahrzeugen zum Grenzübergang Kerem Schalom. Die Autos sahen israelischen Armeefahrzeugen ähnlich.

Mit einem gepanzerten Truppentransporter durchbrachen sie die erste Absperrung, kurz darauf schossen zwei Jeeps zum Grenzübergang und explodierten. Acht Soldaten wurden dabei schwer verletzt und mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Wenige Stunden später zerstörten die israelischen Streitkräfte in der Nähe des Übergangs ein verdächtiges Auto. Dabei wurde nach palästinensischen Angaben ein Automechaniker der Hamas-Polizei getötet. Vier Menschen seien verletzt worden.

Hamas droht mit weiteren Anschlägen

Der Anschlag auf den Grenzübergang Kerem Schalom war bereits der fünfte auf einen israelischen Grenzposten in den vergangenen Tagen. Ein Hamas-Führer, Sami Abu Suhri, kündigte weitere Angriffe dieser Art an, um die seit fast einem Jahr andauernde israelische Blockade des Gazastreifens nach der Machtübernahme der Hamas dort zu brechen. Dies sei erst der Anfang gewesen.

Der Grenzübergang Kerem Schalom ist eine der wenigen verbliebenen Versorgungsrouten für den Gazastreifen. Der israelische Regierungssprecher Mark Regev verurteilte die Angriffe der letzten Tage auf die Grenzübergänge. Damit missachte die Hamas das Wohl der eigenen Bevölkerung im Gazastreifen.

Stromausfall nach palästinensischem Raketenangriff

Die Hamas organisierte am Samstag auch zwei Demonstrationen von Frauen und Kindern in der Nähe der Grenzübergänge Eres und Karni. Bei Eres verbrannten die Demonstranten Autoreifen und hissten eine Flagge der Hamas. Anschließend löste sich die Kundgebung auf.

Nach einem palästinensischen Raketenangriff fiel derweil in der südisraelischen Stadt Sderot vorübergehend der Strom aus, wie die Streitkräfte am Samstag mitteilten. Die Raketen waren am Freitagabend von Kämpfern der Organisation Islamischer Dschihad vom Gazastreifen auf Sderot abgefeuert worden. Als Reaktion auf die ständigen Raketenangriffe hat Israel schon vor einigen Monaten die Treibstoffversorgung des Gazastreifens eingeschränkt. Die Angriffe wurden dadurch aber nicht weniger. (AP)

 
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