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Heftige Kämpfe: 

Journalist im Gazastreifen getötet

16. Apr 2008 21:02
Der Jeep des Kameramanns wurde während eines Luftangriffs getroffen
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Im Gazastreifen dreht sich die Gewaltspirale weiter: Zahlreiche Menschen sind bei neuen Kämpfen ums Leben gekommen. Unter den Opfern ist auch ein Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters Television.

Israelische Soldaten und militante Palästinenser haben sich im Gazastreifen die blutigsten Kämpfe seit Tagen geliefert. Mindestens 19 Palästinenser und drei Israelis wurden dabei am Mittwoch getötet.

Unter den Toten ist auch ein palästinensischer Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters. Fadal Shana wollte einen israelischen Panzervorstoß filmen. Sein Jeep wurde bei einem Luftangriff getroffen. Reuters-Chefredakteur David Schlesinger verlangte eine Aufklärung des Vorfalls.

Der blutigste Zwischenfall ereignete sich in der Nähe von Bureidsch in der Mitte des Gazastreifens. Dort schoss ein israelischer Hubschrauber vier Raketen ab. Mindestens neun Palästinenser, darunter drei Jugendliche, wurden nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde getötet.

Tote bei Gefechten im Norden

Bei einem anderen Gefecht im Norden des Gebiets wurden nach übereinstimmenden Angaben der israelischen Armee und der Hamas mindestens fünf Palästinenser und drei Israelis getötet. Nach israelischer Darstellung wurden die Soldaten in einem Hinterhalt getötet, in den sie bei der Verfolgung von zwei Hamas-Kämpfern geraten waren, die eine Bombe legen wollten.

Weitere Todesopfer gab es bei anderen Kampfhandlungen. Die Hamas drohte israelischen Soldaten mit Tod oder Entführungen, sollten sie in den Gazastreifen vordringen. Trotz der neuerlichen Zuspitzung der Situation nahm Israel wieder die Lieferung von Treibstoff in den Gazastreifen auf, die wegen eines Angriffs palästinensischer Extremisten vor einer Woche gestoppt wurde.

Moschee von Granate getroffen

Östlich der Stadt Gaza wurde nach Angaben von Bewohnern eine Moschee von einer Granate getroffen und beschädigt. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, in der Moschee sei Sprengstoff gelagert worden. Dieser sei während der Schießerei mit Bewaffneten im Inneren des Gebäudes explodiert. Bereits am Dienstagabend war bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ein Mitglied des Islamischen Dschihads getötet worden.

Währenddessen wollte der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter ungeachtet der Kritik Israels und des Weißen Hauses am Mittwochabend hochrangige Vertreter der radikalislamischen Hamas in Kairo treffen. Israel hatte dem 83-jährigen Friedensnobelpreisträger nach dessen Angaben eine Einreisegenehmigung für den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen verweigert. Carter will auch am Freitag in Damaskus mit dem Hamas-Politbürochef Chaled Maschaal zusammenkommen. (AP/dpa)

 
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