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Neue Welle der Gewalt: 

Verheerende Attentate in der irakischen Provinz

15. Apr 2008 14:00
Anwohner zeigen beschädigte Buchseiten nach einem Anschlag vom Montag
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Der Wagen war voll mit Sprengstoff und in der Nähe eines Restaurants geparkt: Eine Explosion im Zentrum von Bakuba hat am Dienstag zahlreiche Menschen getötet. Ein zweiter schwerer Anschlag traf Ramadi im Westen des Irak.

Zwei Bombenanschläge im Irak haben am Dienstag mindestens 52 Menschen das Leben gekostet. Bei einem Autobombenanschlag in Bakuba sind laut einem Polizeibericht 38 Menschen getötet worden, Dutzende weitere Opfer erlitten Verletzungen. In Ramadi kamen bei der Explosion einer Bombe 14 Menschen ums Leben, 14 wurden verletzt. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Toten weiter steige, hieß es in dem Polizeibericht.

In Bakuba, der Hauptstadt der Provinz Dijala, war der mit Sprengstoff beladene Wagen in der Nähe eines Restaurants, eines Behörden- und eines Gerichtsgebäudes im Stadtzentrum abgestellt worden. Der Anschlag ereignete sich kurz vor Mittag.
Augenzeugen und Polizisten vor Ort sagten, der Angreifer habe seine Autobombe an einer gemeinsamen Straßensperre von Polizei und Armee im Stadtzentrum gezündet.

Etwa zur gleichen Zeit detonierte in Ramadi ein Auto vor einem Kebab-Restaurant. Ramadi ist die Hauptstadt der westlichen Provinz Anbar. Dort ging die Gewalt in den vergangenen Monaten deutlich zurück, seit Stammesführer gemeinsam mit US-Soldaten gegen Al Qaeda im Irak vorgehen.

Terroristen töten Zivilisten in Mossul

Aus Sicherheitskreisen hieß es, in der nördlichen Stadt Mossul hätten Terroristen ein Haus gestürmt und einen Mann und drei Frauen getötet. Andernorts hätten Unbekannte in der Stadt eine Anwältin und ihre Schwester aus einem Auto heraus erschossen.

Bereits am Montag starben bei einem Sprengstoffanschlag in der nordwestlichen Provinz Ninive mindestens zehn kurdische Soldaten. Die US-Armee berichtete am Dienstag, neben einem Truppentransporter der irakischen Armee sei eine Bombe detoniert. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak sprach von zwölf Todesopfern und zwei Verletzten. Die Soldaten gehörten einer Armee-Einheit an, die ausschließlich aus ehemaligen Kämpfern kurdischer Parteimilizen besteht.

Selbstmordanschlag bei Trauerfeier

In der Stadt Tel Afar im Norden sprengte sich am Montag während einer Trauerfeier für einen zwei Tage zuvor getöteten Soldaten ein Selbstmordattentäter in die Luft. Er riss mindestens drei Menschen mit in den Tod. Etwa 30 Trauergäste erlitten Verletzungen. Die US-Armee berichtete weiter, Aufständische hätten am Montag in Bagdad und in der Provinz Salaheddin jeweils einen amerikanischen Soldaten getötet. (AP/dpa)


 
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