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Vom Präsidenten zum Parteichef: 

Putin führt Geeintes Russland

15. Apr 2008 12:02
Noch Präsident, bald Parteichef: Wladimir Putin
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Der scheidende russische Präsident hat eine neue Heimat gefunden. Die Kreml-Partei Geeintes Russland hat den bislang parteilosen Politiker einstimmig zum Parteichef gemacht. Der kündigte umgehend Reformen an.

So schnell kann Politik sein - jedenfalls in Russland. Kurz vor Ende seiner Präsidentschaft haben die Delegierten des Kongresses der Partei Geeintes Russland am Dienstag Wladimir Putin einstimmig zum Parteivorsitzenden gewählt. Wie die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti berichtet, werde er das Amt nach der Vereidigung des neu gewählten Präsidenten Dmitri Medwedew am 7. Mai übernehmen. Putin bekräftigte nach der Wahl seine Absicht, nach dem Amtsantritt seines Nachfolgers Dmitri Medwedew den Posten des Regierungschefs anzutreten.

Zugleich sprach sich der scheidende Präsident für eine radikale Reform der Kreml-Partei Geeintes Russland aus. Die Partei «muss offener für Diskussionen unter Berücksichtigung der Meinungen ihrer Wähler werden, sie muss völlig entbürokratisiert und von zufälligen Mitgliedern befreit werden, die ausschließlich persönliche Ziele und Vorteile verfolgen», so Putin. Nach seiner Ansicht muss die Partei außerdem aktiver mit verschiedenen sozialen Gruppen zusammenarbeiten. «Sie muss sich aktiver mit Jugendlichen, Unternehmern, Arbeitern und Werktätigen auf dem Lande befassen», betonte er.

Medwedew hält eine Mitgliedschaft in der Kreml-Partei dagegen für verfrüht. «Die Führung von Geeintes Russland hat mir vorgeschlagen, der Partei beizutreten. Ich schätze den Vorschlag hoch ein und bin dafür dankbar. Geeintes Russland ist zweifellos eine Partei meiner Gesinnungsgenossen. Aber ich halte die unmittelbare Teilnahme an ihrer Tätigkeit noch für verfrüht», sagte Medwedew am Dienstag in Moskau auf dem neunten Parteikongress. (nz)


 
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