Ahern hob hervor, Merkel habe sich um die Lissaboner Verträge sehr verdient gemacht, als Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft inne hatte. «Der Reformvertrag ist gut für Europa und gut für Irland», sagte Ahern. Er mache die EU effektiver und demokratischer. Das Referendum in Irland soll voraussichtlich am 12. Juni stattfinden - gut einen Monat nachdem Ahern sein Amt abgibt. Er hatte seinen Rücktritt angesichts von Korruptionsvorwürfen angekündigt. Die Lissaboner Verträge ersetzen die EU-Verfassung, die 2005 in Referenden in Frankreich und den Niederlanden gescheitert war, und sollen die EU auf eine neue Rechtsgrundlage stellen. Generell gelten die Iren als europafreundlich, auch weil Irland dank der Mitgliedschaft in der EU vom Armenhaus zu einem boomenden Land aufgestiegen ist. Doch die Wähler hatten 2001 den Vertrag von Nizza überraschend abgelehnt, der die EU auf ihre Erweiterung vorbereiten sollte. Erst bei einer zweiten Abstimmung segneten die Wähler diesen ab.
Merkel hob die «guten» und «freundschaftlichen» Beziehungen zwischen Irland und Deutschland hervor sowie das enorme Wirtschaftswachstum, das Irland in den vergangenen Jahren vorgelegt habe. «Da müssen wir Deutschen uns noch ein bisschen anstrengen», sagte Merkel. (dpa)