14. Apr 2008 14:30
Hitler sah in Russen nur «nicht-arische Untermenschen», dennoch wird der Diktator von Neonazis in Russland verehrt. Das geht so weit, dass Ausländer am Geburtstag des «Führers» Angst um ihr Leben haben müssen.
Das russische Internet sei voll von Gewaltaufrufen rechtsradikaler Organisationen. Es zähle zu den Absurditäten des politischen Extremismus, dass Hitler ausgerechnet in Russland von Extremisten verehrt wird. Seine Rassenideologie und das Streben nach einer autoritär geführten Volksgemeinschaft finden beim einstigen Kriegsgegner bis heute Nachahmer. Ignoriert wird, dass Hitler die Russen als «nicht-arische Untermenschen» unterwerfen wollte. Experten schätzen die Zahl der Skinheads in Russland auf bis zu 60.000. Im vergangenen Jahr registrierte die Menschenrechtsorganisation «Sowa» 68 Todesfälle durch rechtsextremistische Gewalt sowie fast 600 Verletzte. Nach Angaben von Experten nimmt die Zahl der Opfer rechtsextremer Gewalt in Russland jedes Jahr um etwa 20 Prozent zu. Betroffen sind vor allem Menschen aus den ehemaligen Sowjetrepubliken im Kaukausus und Zentralasien. (dpa)