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Kräftige Finanzspritze: 

Spanien steckt Milliarden in die Konjunktur

14. Apr 2008 10:45
Spanische Immobilien sind nicht mehr so gefragt wie früher
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Die spanische Wirtschaft leidet unter der Hypothekenkrise besonders, denn bisher profitierte sie vor allem von einem boomenden Immobilienmarkt. Nun will die Regierung die Krise mit einem Milliardenpaket überwinden.

Spanien plant ein milliardenschweres Konjunkturprogramm, um die Folgen der Immobilienkrise abzupuffern. Insgesamt sollen dafür zehn Milliarden Euro pro Jahr bereit gestellt werden, kündigte der spanische Wirtschaftsminister Pedro Solbes am Rande einer Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington nach einem Bericht der Britischen Zeitung «Guardian» an.

Sechs Milliarden davon entfallen auf Steuererleichterungen, die der wiedergewählte Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero bereits im Wahlkampf angekündigt hatte. Nach dem Vorhaben bekommt jeder Steuerzahler 400 Euro zurückerstattet. Zudem plant die Regierung in Madrid, kleinen und mittelständischen Unternehmen Finanzhilfen zu gewähren. Als weitere Maßnahmen sind Bürgschaften für Banken vorgesehen, die den sozialen Wohnungsbau fördern, schrieb die Zeitung weiter.

Boom abrupt beendet

Auf der iberischen Halbinsel gab es jahrzehntelang einen Immobilienboom, der der Motor für die florierende Wirtschaft dort war. Die weltweite Hypothekenkrise hat nun diesen Boom abrupt beendet.

Solbes wollte sich nicht festlegen, wie lange das Konjunkturprogramm bestehen soll, schrieb der «Guardian». Jedoch erwarten Ökonomen ein verlangsamtes Wachstum für mindestens zwei weitere Jahre. Der IWF hatte für Spanien in diesem Jahr ein Wachstum von 1,8 Prozent prognostiziert, was im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verschlechterung wäre, denn 2007 wuchs die Wirtschaft noch um 3,8 Prozent. Die IWF-Prognose hält Solbes aber nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters für deutlich zu pessimistisch. (nz)


 
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