Die irakische Regierung hob unterdessen ihre Abriegelung des Bezirks auf. Die Polizei erklärte, eine der Zufahrten sei wieder für den Verkehr geöffnet worden. Soldaten warnten jedoch die Bewohner, ihre Häuser noch nicht zu verlassen, weil zunächst von Rebellen gelegte Bomben geräumt werden müssten. In zwei Gräbern in Mahmudija südlich von Bagdad fanden irakische Soldaten am Samstag insgesamt 14 Leichen. Zwölf der Opfer waren in einem Massengrab in der Nähe des Büros der Mahdi-Miliz verscharrt, wie ein Behördensprecher mitteilte. Dem Fund sei ein Geständnis von festgenommenen Mitgliedern der Mahdi-Miliz vorausgegangen. Die Männer gaben demnach an, Dutzende Sunniten und mehrere Schiiten getötet zu haben.
Das zweite Grab befand sich im Westen von Mahmudija. Die vorwiegend von Schiiten bewohnte Stadt liegt rund 30 Kilometer von Bagdad entfernt. Erst vor wenigen Tagen hatten irakische Truppen in der Gegend 30 Leichen gefunden. Bei einem Luftangriff in Bagdad zerstörten die US-Streitkräfte irrtümlich ein eigenes Geländefahrzeug, wie ein Militärsprecher am Sonntag mitteilte.
Dabei wurden nach irakischen Polizeiangaben zwei US-Soldaten und drei Passanten verletzt. Der Angriff ereignete sich nach US-Angaben am Samstag, als die Besatzung eines Apache-Kampfhubschraubers im östlichen Stadtteil Maschtal eine Gruppe von vier bewaffneten Männern entdeckte. Beim Abschuss einer ersten «Hellfire»-Rakete seien zwei der Bewaffneten getötet worden, erklärten die US-Streitkräfte. Eine zweite Rakete habe dann ein gepanzertes Geländefahrzeug, einen «Humvee», getroffen. (AP)