Mit der Nutzung von Google Earth für ihre Zwecke folgt das UNHCR dem Beispiel anderer wohltätiger Organisationen. Nach einem Bericht von «Spiegel online» haben bereits Greenpeace, das Jane-Godall-Institut und Unicef eigene Daten in dem Programm verlinkt. Demnach könne im «Ebenen»-Menü der Software die Kategorie «Globales Denken» ausgewählt werden und dann auf sogenannten «Hotspots» weiterführende Informationen, Videos, Interviews und Vorher-Nachher-Satellitenfotos der Organisationen aufgerufen werden. Das UNHCR möchte das Programm zudem als Hilfsmittel verwenden, um seine Arbeit besser mit anderen Hilfsorganisationen zu koordinieren. Zudem sollen so Vertriebene in Grenzgebieten schneller erfasst werden. Das neue Kartographie-Programm ermögliche es, die Situation der Flüchtlinge und die Arbeit von Hilfswerken in der ganzen Welt bekanntzumachen, sagte der stellvertretende UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Craig Johnstone.
«Indem wir unsere Arbeit in ihrem geografischen Zusammenhang zeigen, können wir die Herausforderungen, denen wir uns am Ort gegenübersehen, und unsere Lösungen plastisch darstellen.» Nach UNHCR-Angaben haben mittlerweile 350 Millionen Personen «Google Earth» auf ihrem Computer installiert. (nz/dpa)