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Bündnis-Gipfel in Bukarest: 

Nato unterstützt US-Raketenabwehrsystem

03. Apr 2008 20:11
Bush und Rice: Zufriedene Vertreter der USA
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Die US-Pläne zum Aufbau einer Raketenabwehr erfreuen Russlands Präsident Putin nicht. Das Nordatlantik-Bündnis unterstützt sie dennoch einhellig und fordert den scheidenden Staatschef auf, seine Einwände fallen zu lassen.

Die Nato unterstützt die Pläne der USA für ein neues Raketenabwehrsystem in Tschechien und Polen. In der Abschlusserklärung des Gipfels von Bukarest wird das geplante System als Beitrag für den Schutz Europas vor Langstreckenraketen gewürdigt, wie der Generalsekretär des Nordatlantik-Bündnisses Jaap de Hoop Scheffer bekannt gab. Russland wurde aufgerufen, seine Einwände gegen das Programm fallen zu lassen.

Die Nato-Mitglieder werden in der Erklärung angehalten, nach Wegen zu suchen, wie das US-Projekt mit künftigen Raketenschutzschilden an anderen Orten verbunden werden kann. Beschlossen wurde bereits ein ergänzendes System zur Abwehr von Kurzstreckenwaffen. Dieses soll Teile der Türkei, Griechenlands, Rumäniens und Bulgariens erfassen, die nicht unter den Schutzschild der USA fallen würden. Geplant ist in ein effektives Abwehrsystem gegen Angriffe aus Ländern des Nahen und Mittleren Ostens.

US-Außenministerin Rice: Die Nato hat verstanden

Die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice nannte die Pläne einen Durchbruch für das Verteidigungsbündnis. Rice sagte, die Nato habe verstanden, dass die Herausforderungen und Bedrohungen des 21. Jahrhunderts ein Raketenabwehrsystem zur Verteidigung Europas notwendig machten.

Zufrieden zeigte sich Rice darüber, dass Russland aufgefordert wurde, die Pläne nicht weiter zu kritisieren. Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg erklärte in Bukarest, die Gespräche mit den USA zu dem geplanten Raketenschild seien abgeschlossen. Anfang Mai werde ein Abkommen unterzeichnet.

Gespräche im Stationierungsland Polen

In Warschau trafen unterdessen Vertreter Polens und der USA zu neuen Gesprächen über die geplante Raketenabwehrstellung zusammen. Dabei soll es um amerikanische Rüstungshilfen für Polen im Gegenzug zu der Aufstellung der US-Raketen gehen.

US-Präsident George W. Bush trifft am kommenden Sonntag mit seinem russischen Pendant Wladimir Putin zusammen. Der scheidende russische Präsident ist am Donnerstagabend ebenfalls in Bukarest eingetroffen und wird am Freitag vor dem Vertretern der Nato-Länder sprechen. Russland lehnt die Stationierung von zehn Abfangraketen in Polen und eines zugehörigen Radarsystems in Tschechien entschieden ab. Zuletzt gab es jedoch Anzeichen, dass eine Einigung möglich sein könnte. (AP)

 
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