03. Apr 2008 13:37
Auf deutsche Initiative hin hat die Nato ein Szenario entwickelt, nach dem ihre Truppen stufenweise aus Afghanistan abberufen werden können. Dennoch weiß das Bündnis um seine langfristige Verpflichtung am Hindukusch.
Die Allianz bekannte sich unabhängig davon zur langfristigen Verpflichtung für Afghanistan. Sie ringt weiterhin darum, dass einzelne Mitgliedstaaten ihren Einsatz in Afghanistan verstärken, um sowohl radikal-islamische Taliban zu bekämpfen als auch den zivilen Wiederaufbau voranzutreiben. Der «Tagesspiegel» berichtete unter Berufung auf einen Entwurf zu einer Nato-Erklärung, dass darin die «Teilung der Lasten in Afghanistan» unter den Partnern angemahnt werde. Demnach könne die «Sicherheit und die Herrschaft des Rechts» am Hindukusch auf Dauer nur von einheimischen Sicherheitskräften gewährleistet werden. Laut «Tagesspiegel» stehen in diesem Dokument sogar konkrete Zahlen. So sollen bis zum Jahr 2010 rund 80.000 afghanische Soldaten dienstbereit ausgebildet werden.