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Strategie für Hindukusch-Einsatz: 

Nato beschließt Abzugsplan für Afghanistan

03. Apr 2008 13:37
Die deutsche Delegation hatte in Bukarest Erfolg mit ihrer Initiative
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Auf deutsche Initiative hin hat die Nato ein Szenario entwickelt, nach dem ihre Truppen stufenweise aus Afghanistan abberufen werden können. Dennoch weiß das Bündnis um seine langfristige Verpflichtung am Hindukusch.

Die Nato hat erstmals eine Ausstiegs-Strategie für den Einsatz in Afghanistan beschrieben. Auf deutsche Initiative legte das Militärbündnis beim Nato-Gipfel in Bukarest am Donnerstag Ziele für den Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte fest, damit diese selbst das Land schützen und die internationalen Truppen stufenweise abziehen können. Das verlautete aus Delegationskreisen. Ein genauer Zeitraum wird aber nicht genannt.

Die Allianz bekannte sich unabhängig davon zur langfristigen Verpflichtung für Afghanistan. Sie ringt weiterhin darum, dass einzelne Mitgliedstaaten ihren Einsatz in Afghanistan verstärken, um sowohl radikal-islamische Taliban zu bekämpfen als auch den zivilen Wiederaufbau voranzutreiben. Der «Tagesspiegel» berichtete unter Berufung auf einen Entwurf zu einer Nato-Erklärung, dass darin die «Teilung der Lasten in Afghanistan» unter den Partnern angemahnt werde.

Demnach könne die «Sicherheit und die Herrschaft des Rechts» am Hindukusch auf Dauer nur von einheimischen Sicherheitskräften gewährleistet werden. Laut «Tagesspiegel» stehen in diesem Dokument sogar konkrete Zahlen. So sollen bis zum Jahr 2010 rund 80.000 afghanische Soldaten dienstbereit ausgebildet werden.

Einladung für Kroatien und Albanien

Auf dem Gipfel in Bukarest lud die Nato zudem Kroatien und Albanien offiziell zum Beitritt ein. Die Staats- und Regierungschefs baten ihre Kollegen aus den künftigen Bündnisländern zu einer gemeinsamen Sitzung. Das berichtete Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer nach der Sitzung. Die Gipfelrunde hatte sich schon am Vorabend grundsätzlich auf die Erweiterung verständigt.

Mazedonien muss auf seine Einladung weiter warten. Griechenland blockierte, da die Regierung in Athen eine Änderung des Namens Republik Mazedonien fordert. Griechenland hat eine gleichnamige Provinz und will jede Verwechslung ausschließen. Nach den Worten von de Hoop Scheffer hofft die Allianz auf eine rasche Beilegung des Streits. Den Beitritt Kroatiens und Albaniens müssen nun die 26 Bündnispartner ratifizieren. Das soll bis zum nächsten Gipfel im Frühjahr 2009 geschehen sein.

Der nächste Nato-Gipfel im kommenden Jahr wird gemeinsam in den beiden Städten Kehl und Straßburg in der deutsch-französischen Grenzregion ausgetragen. Das teilte die Nato in Bukarest mit. (nz/dpa/AP)


 
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