Nach Unruhen in Tibet:
Auch Uiguren protestieren in China
02.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Vertreter der Regionalregierung in Hotan sagte indessen, die Demonstration habe nichts mit dem Kopftuchverbot zu tun gehabt, das im Übrigen nur am Arbeitsplatz bestehe. Die Proteste seien vielmehr eine Reaktion auf «die Unruhen in Tibet» gewesen. Die Demonstranten wollten Xinjiang von China abtrennen und dort einen muslimischen Staat errichten, sagte Fu Chao. In Xinjiang gibt es eine separatistische Bewegung der zumeist muslimischen Uiguren, die dort etwa 45 Prozent der Bevölkerung stellen.
Auf der Regierungswebsite hieß es, eine kleine Gruppe - darunter Terroristen, Separatisten und religiöse Extremisten - hätten Unruhe gestiftet, seien aber von der Polizei gestoppt worden. Ein weiterer Beamter aus Hotan sagte, Dutzende Demonstranten seien festgenommen worden. Die Rädelsführer befänden sich weiterhin in Haft, andere seien nach einer «Belehrung» wieder freigelassen worden. (AP)

