Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Nach Unruhen in Tibet: 

Auch Uiguren protestieren in China

02. Apr 2008 13:05
In China leben auch viele Muslime
Bild vergrößern
Die Unterdrückung von Minderheiten in China bringt nicht nur Tibeter dazu, sich zu wehren. Auch Teile der muslimischen Bevölkerung in einer Provinz demonstrierten – Anlass war unter anderem ein Kopftuchverbot.

Die jüngsten Unruhen von Tibetern sind in China von Protesten muslimischer Uiguren begleitet worden. Die Behörden von Hotan in der westlichen Provinz Xinjiang bestätigten am Mittwoch mindestens eine Demonstration am 23. März. Dabei habe es einige Festnahmen gegeben. Berichte über Verletzte lägen nicht vor, und die Lage habe sich seither wieder normalisiert.

Über die Proteste hatte zuerst der von der US-Regierung finanzierte Sender Radio Free Asia berichtet. Demnach demonstrierten am 23. und 24. März in Hotan und einem Nachbarbezirk mehrere hundert Uiguren. Die Proteste hätten sich gegen ein Verbot von Kopftüchern in der überwiegend muslimischen Region gewandt. Außerdem sei ein Ende der Folter von Uiguren und die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert worden. Auslöser sei der Tod eines uigurischen Geschäftsmanns in Polizeigewahrsam gewesen.

Ein Vertreter der Regionalregierung in Hotan sagte indessen, die Demonstration habe nichts mit dem Kopftuchverbot zu tun gehabt, das im Übrigen nur am Arbeitsplatz bestehe. Die Proteste seien vielmehr eine Reaktion auf «die Unruhen in Tibet» gewesen. Die Demonstranten wollten Xinjiang von China abtrennen und dort einen muslimischen Staat errichten, sagte Fu Chao. In Xinjiang gibt es eine separatistische Bewegung der zumeist muslimischen Uiguren, die dort etwa 45 Prozent der Bevölkerung stellen.

Auf der Regierungswebsite hieß es, eine kleine Gruppe - darunter Terroristen, Separatisten und religiöse Extremisten - hätten Unruhe gestiftet, seien aber von der Polizei gestoppt worden. Ein weiterer Beamter aus Hotan sagte, Dutzende Demonstranten seien festgenommen worden. Die Rädelsführer befänden sich weiterhin in Haft, andere seien nach einer «Belehrung» wieder freigelassen worden. (AP)


 
DruckenVersenden
  • Bookmark:
  • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Justizministerium bestätigt bestialische Attacken: 
Häftling in sächsischem Jugendgefängnis gefoltert
Parteitag in Hamburg: 
Piratenpartei will Bundestag entern
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Aus anderen Ressorts
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
  •  Berlin 21°
  •  Hamburg 16°
  •  Köln 21°
  •  Frankfurt 23°
  •  Stuttgart 18°
  •  München 18°
Anzeigen:
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.