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Aufstand der Mahdi-Armee im Irak: 

Bagdad will Frieden mit Al Sadr erkaufen

28. Mrz 2008 13:20
Moktada al-Sadr rief zum Ende der Gewalt auf
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Nach den heftigen Kämpfen der vergangenen Tage bietet die irakische Regierung den radikalen Milizen eine «finanzielle Belohnung» für ihre Waffen an. Schiitenführer Al Sadr rief am selben Tag zur Gewaltlosigkeit auf.

Die irakische Regierung versucht bei der Befriedung des Landes einen neuen Weg. Sie hat den Milizionären des radikalen Schiiten-Predigers Muktada Al Sadr Geld angeboten, falls sie ihre Waffen abgeben sollten. In einer Regierungserklärung, die am Freitag in Bagdad veröffentlicht wurde, hieß es: «Ministerpräsident Nuri Al Maliki hat den Bewaffneten eine Frist von zwölf Tagen gesetzt, vom 28. März bis zum 8. April, um den Sicherheitskräften ihre mittleren und schweren Waffen auszuhändigen, dafür gibt es dann eine finanzielle Belohnung.» Ein konkreter Betrag wurde nicht genannt. Damit verlängerte Al Maliki ein am Mittwoch gestelltes dreitägiges Ultimatum.

Ob das Angebot angenommen wurde, ist bislang unklar. Aber Al Sadr rief in einer Erklärung zum Ende des Blutvergießens auf. Wie der US-Nachrichtensender CNN weiter berichtete, hieß es in der Mitteilung, alle Gruppen sollten friedlich protestieren und «das Vergießen irakischen Blutes stoppen».

Kämpfe auch in Nassirija

Die Regierung versuchte ihrerseits, die Lage zu entschärfen. Auf verschiedenen Kanälen würden Gespräche mit Vertretern von Al Sadrs Mahdi-Miliz geführt, sagte ein Regierungssprecher. Die politischen Lager im Parlament seien in die Bemühungen um ein Ende der Gewalt eingeschaltet. Die harte Regierungsposition, die Verhandlungen ausschließt, gelte «Bewaffneten, die die irakische Regierung bekämpften, das Gesetz brächen und die Sicherheit destabilisierten».

Am vierten Tag seit Beginn der Kämpfe zwischen der Miliz und den Regierungstruppen ist die Gewalt auch in der südirakischen Stadt Nassirija eskaliert. In der Stadt, die 350 Kilometer südlich von Bagdad liegt, sollen Meldungen zufolge die Milizionäre der sogenannten Mahdi-Armee, die der Bewegung Al Sadrs angehört, hätten unter anderem eine Spezialeinheit der Sicherheitskräfte und das Gebäude der Kommunalverwaltung attackiert. Mehrere Milizionäre seien festgenommen worden.

Bomben auf Basra

Flugzeuge der Koalitionstruppen haben am Freitag Bomben über Basra abgeworfen. Die irakischen Sicherheitskräfte hätten um die Luftangriffe auf mindestens zwei Ziele gebeten, sagte ein britischer Militärvertreter. Über mögliche Opfer konnte er nichts sagen.

Auch in Bagdad bleibt die Lage angespannt. Die US-Armee meldete, ein amerikanischer Soldat sei am Donnerstag durch eine Sprengstoffattacke in Ost-Bagdad ums Leben gekommen. In der Stadt galt am Freitag, dem Tag des Moscheebesuchs der gläubigen Muslime, Ausgangssperre. Die Maßnahme gilt vom späten Donnerstagabend bis Sonntagmorgen. (nz/dpa/AP)

 
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