Erweiterung der Nato:
Ukraine ist gegen Stützpunkte auf ihrem Gebiet
Juschtschenko sprach sich Ria Novosti zufolge dafür aus, dass die ukrainischen Behörden die Bevölkerung besser über die Nato informieren sollen. Dadurch soll eine Antwort auf die Frage möglich werden, «ob wir ein Modell der Sicherheit im Rahmen der Nato wollen oder nicht», betonte der Staatschef.
Auf dem Nato-Gipfel in Bukarest vom 2. bis 4. April soll ein maßgeblich von den USA befürworteter Fahrplan für einen späteren Nato-Beitritt der Ukraine und Georgiens angenommen werden. Dies ist unter den 26 Alliierten umstritten. Während neben Washington mittel- und osteuropäische Bündnispartner eine konkrete Beitrittsperspektive unterstützen, sind andere Staaten, darunter auch Deutschland und Frankreich, bislang gegen eine zu rasche und enge Zusammenarbeit der Nato mit Georgien und der Ukraine. Aber auch die ukrainische Bevölkerung steht einem Nato-Beitritt bislang skeptisch gegenüber.
Größter Kritiker ist Russland. Erst vor wenigen Tagen warnte der künftige russische Präsident Dmitri Medwedew vor einem Beitritt der Ukraine und Georgiens zur Nato. Derartige Schritte könnten die Sicherheit in Europa gefährden, sagte er in einem Interview mit der «Financial Times». (nz/dpa)

