Machtkampf im Süden des Irak:
Al-Maliki stellt Milizen in Basra Ultimatum
26. Mrz 2008 12:08
 |  Staatspräsident Al-Maliki (m. )in Basra | Foto: dpa |
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Die irakischen Regierungstruppen vermelden erste Erfolge bei ihrem Kampf gegen die radikalen Milizen. Der irakische Ministerpräsident wandte sich nun mit einer entschlossenen Botschaft an die Kämpfer.
Die heftigen Gefechte in Basra zwischen Soldaten und Milizionären des radikalen schiitischen Geistlichen Muktada al Sadr gingen am Mittwoch weiter. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki, der sich seit zwei Tagen in Basra aufhält, stellte den Kämpfern am Mittwoch ein Ultimatum. Wer innerhalb der nächsten 72 Stunden seine Waffen abgebe und eine Verpflichtungserklärung unterzeichne, werde nicht verfolgt. Für alle anderen Kämpfer werde es «härteste Strafen» geben, hieß es in einer Erklärung des schiitischen Regierungschefs.
Die Regierung hatte am Dienstag eine Offensive gegen die Mahdi- Armee in Basra begonnen. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte im Staatsfernsehen, ein Stadtviertel in Basra hätten die Sicherheitskräfte bereits «befreit». Nach ersten Angaben wurden bisher rund 40 Menschen getötet und 200 weitere verletzt
Al-Amara von Milizen kontrolliert
Im 400 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Al-Amara berichteten Augenzeugen, die Mahdi-Armee habe weitgehend die Kontrolle über ihre Stadt übernommen. «Es sind so gut wie keine Soldaten oder Polizisten auf den Straßen zu sehen», sagte einer von ihnen. Die Miliz gehört der Bewegung des radikalen Predigers Muktada al-Sadr an, der einer Familie berühmter Kleriker entstammt.
In der Hauptstadt Bagdad kamen bei Gefechten zwischen irakischen und US-Truppen mit Anhängern Al Sadrs mindestens 15 Menschen ums Leben, etwa 100 erlitten Verletzungen, wie das Innenministerium mitteilte. (dpa/AP)