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Millionen klicken Obamas Rede auf Youtube

25. Mrz 2008 12:27
Die Rede von Barack Obama über Rassenproblematik entwickelt sich auf Youtube zum Renner
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Im Internet erregt die Rede Obamas über Rassentrennung in den USA noch immer gewaltige Aufmerksamkeit. Nach seinem Auftritt in Philadelphia holte der Demokrat in Umfragen gegenüber seiner Widersacherin Clinton wieder auf.

Die Rede des schwarzen Senators Barack Obama über die Rassenproblematik in den USA stößt im Internet auf gewaltiges Interesse. In nur einer Woche haben sich gut 3,2 Millionen Menschen das rund 37 Minuten dauernde Video des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers auf dem Internetportal Youtube angesehen. Auch die ebenfalls veröffentlichten fünf Einzelclips wurden bislang von Zigtausenden angeklickt.

Nur einen Tag nach Obamas Rede in Philadelphia am 18. März schoss die Internetsuche nach dem Begriff «Obama speech» um 7,6 Prozent in die Höhe, wie Yahoo Buzz mitteilte. Der Internetdienst ermittelt Hitlisten von Suchbegriffen, unterteilt in verschiedene Kategorien, zu denen auch Kommentare und Analysen veröffentlicht werden.

Besonders auffällig ist nach Angaben von Yahoo Buzz, dass zugleich auch Suchbegriffe wie «I have a dream» und «Martin Luther King» deutlich häufiger eingegeben wurden. Das hänge vor allem damit zusammen, dass die Rede des 46-jährigen Senators aus Illinois in einen großen historischen Kontext gestellt wurde.

Kritisieren, aber nicht verleugnen

Obama hatte mit seiner Grundsatzrede über das Verhältnis von schwarzen und weißen Amerikanern auf die heftige Kritik an seinem früheren Pastor Jeremiah Wright reagiert. Der ehemalige Pastor der Trinity United Church of Christ in Chicago, einer der liberalsten protestantischen Kirchen des Landes, hatte die USA für die Terroranschläge vom 11. September 2001 mitverantwortlich gemacht. Zudem schimpfte der 66-jährige Reverend, der Obama getraut und seine Kinder getauft hat, in der Vergangenheit immer wieder gegen die Herrschaft der «reichen Weißen».

Der Senator distanzierte sich klar von dem früheren Pastor, nannte dessen spalterische Äußerungen völlig inakzeptabel, räumte aber ein, dass er den Geistlichen, der ihn zum christlichen Glauben geführt habe, nicht verurteilen oder verleugnen möchte.

Obama holt wieder auf

In der ersten landesweiten Umfrage nach seiner Rede hat Obama seinen Rückstand gegenüber seiner innerparteilichen Rivalin Hillary Clinton wieder gutgemacht. Nach einer Gallup-Umfrage kommt der Afro-Amerikaner demnach auf 48 Prozent, die New Yorker Senatorin erreicht 45 Prozent. Clinton hatte nach dem Bekanntwerden von Wrights umstrittenen Äußerungen erstmals seit mehreren Wochen die Nase vorn.

Die nächste wichtige Vorwahl findet am 22. April in Pennsylvania statt. Obama hat inzwischen 1620 Delegierte auf sich vereint, Clinton konnte 1499 gewinnen. Da die beiden Präsidentschaftsbewerber so eng beieinander liegen, fürchten Experten, dass es bis zum Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer zu keiner Entscheidung mehr kommt. Dann liegt alles in der Hand der Super-Delegierten.

 
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