Die USA als größte Spendernation hätten bislang jedoch erst rund die Hälfte der zugesagten 10,4 Milliarden Dollar gezahlt. Andere Spender wie die EU und Deutschland hinkten ebenfalls hinterher und hätten weniger als zwei Drittel der 1,7 Milliarden beziehungsweise 1,2 Milliarden Dollar ausgezahlt.Von den an Afghanistan gezahlten Geldern würden dann wiederum 40 Prozent durch Unternehmensgewinne, Beraterkosten und andere Gebühren an die reichen Nationen zurückfließen. «Zu viel der Hilfen der reichen Länder werden verschwendet, sind ineffektiv oder unkoordiniert», sagte Waldman.
In dem Oxfam-Report wird darauf verwiesen, dass sich die Kosten für den US-Militäreinsatz in Afghanistan auf 100 Millionen Dollar pro Tag belaufen, während die Höhe der Hilfsgelder aller Spenderländer zusammen pro Tag seit 2001 im Durchschnitt lediglich sieben Millionen Dollar betrage. (dpa)