25. Mrz 2008 08:27
Die demokratischen Bewerber im US-Vorwahlkampf lassen im Schlagabtausch zum Thema Patriotismus Federn. Clinton verhaspelte sich bei der Schilderung einer Bosnienreise, einer ihrer Berater verglich Obama gar mit Judas.
Clinton hatte in einer Wahlkampfrede vor einer Woche gesagt, dass sie und ihr Ehemann Bill, der damalige US-Präsident, bei ihrer Landung in der bosnischen Hauptstadt im März 1996 von Heckenschützen attackiert worden seien. Die US-Delegation habe sich dann schnellstens in Sicherheit gebracht. Laut der damaligen Berichterstattung einer Nachrichtenagentur war das Präsidentenpaar jedoch keiner unmittelbaren Bedrohung ausgesetzt. Ein Mitreisender sagte der «Washington Post» ebenfalls, er könne sich nicht an einen Beschuss erinnern.Clinton selbst räumte später ein, wer ständig öffentlich reden müsse, dem könnten auch mal Fehler unterlaufen. Ihr Sprecher Howard Wolfson nannte es bezeichnend, wie viel Energie das Obama-Lager darauf verwende, Negatives über Clinton zu verbreiten. Obamas Sprecher Tommy Vietor teilte derweil mit, die aufgebauschten Bemerkungen zu Bosnien reihten sich in eine ganze Liste von Äußerungen ein, in denen Clinton ihre bisherige Rolle in der Innen- und Außenpolitik übertrieben habe.