Xinhua berichtete außerdem, der deutsche Sender N-TV habe in einem Bericht über die Unruhen in Tibet gezeigt, wie Demonstranten von der Polizei weggebracht worden seien. In Wirklichkeit seien es aber Aufnahmen aus Nepal mit der nepalesischen Polizei gewesen. Das Datum des TV-Berichts war zunächst nicht bekannt. Ein Sprecher von N-TV sagte dazu am Sonntag in Köln, der Sender werde dem Vorwurf nachgehen: «Wir nehmen das ernst und prüfen das.»Dem US-Sender Fox TV warf Xinhua Ähnliches vor: Er habe auf seiner Website ein Bild der indischen Polizei gezeigt, wie sie Demonstranten in einen Wagen geschleppt habe. Im Text zu dem Bild sei aber das chinesische Militär genannt worden.
Die Staatsagentur Xinhua berichtete, zehntausende Internetnutzer seien - nicht näher beschriebenen - «Aufrufen» gefolgt, um gegen die Verdrehung von Tatsachen zu protestieren. Es sei eine «häufig angewandte Taktik einiger ausländischer Medien, mit unzutreffendem Material das Ansehen der chinesischen Regierung zu zerstören», fasste die Staatsagentur die Meinung in einem Onlineforum zusammen. (nz/dpa)