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Regierungsbildung in Pakistan: 

Musharraf steht zu designiertem Premier

23. Mrz 2008 10:38
Will neuen Premier unterstützen: Pervez Musharraf
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Der pakistanische Präsident hat dem künftigen Regierungschef Gillani seine Unterstützung zugesichert. Für das südasiatische Land beginne nun ein Zeitalter der «wahren Demokratie».

Einen Tag vor der Wahl des neuen pakistanischen Premierministers im Parlament hat Staatspräsident Pervez Musharraf den Beginn einer Ära der «wahren Demokratie» in Pakistan angekündigt. Der Sender Geo TV berichtete am Sonntag, Musharraf habe der zukünftigen Regierung in einer Rede anlässlich des Nationalfeiertags seine volle Unterstützung zugesichert. Er hoffe, das Kabinett des designierten Premiers Yousaf Raza Gillani von der Pakistanischen Volkspartei PPP werde alles tun, um die «friedliche Atmosphäre in Pakistan» aufrecht zu erhalten. Zugleich forderte Musharraf jedoch, den Kampf gegen Terroristen und Extremisten konsequent fortzusetzen.

Die bei der Parlamentswahl am 18. Februar siegreiche PPP hatte Gillani am Samstag als Kandidaten für das Amt des Premierministers benannt. Der frühere Parlamentspräsident und Vertraute der im Dezember ermordeten PPP-Chefin Benazir Bhutto kündigte nach seiner Nominierung an, nicht auf Konfrontationskurs mit Musharraf gehen zu wollen. Gillanis Wahl am Montag gilt als sicher, da sich die Volkspartei und die Muslim-Liga (Nawaz) von Ex-Regierungschef Nawaz Sharif nach dem deutlichen Wahlsieg der Opposition auf die Bildung einer Koalition unter Führung eines PPP-Premiers verständigt hatten.

Die Entscheidung zur Nominierung des 55-jährigen Gillani sei in Abstimmung mit den Koalitionspartnern und dem PPP-Vorsitzenden, dem 19 Jahre alten Sohn Bhuttos, Bilawal Bhutto Zardari, getroffen worden, sagte ein PPP-Sprecher. Bhutto-Witwer Asif Ali Zardari, der zur Zeit für seinen Sohn die Amtsgeschäfte der Partei führt, bis dieser sein Studium beendet hat, forderte Gillani auf, «die schwere Verantwortung» zu übernehmen und das Land in eine «glorreiche Zukunft zu führen».

Unklar war, ob Gillani eine volle Amtszeit als pakistanischer Premier dienen soll oder ob er den Platz an der Regierungsspitze zugunsten Asif Ali Zardaris räumen wird, wenn dieser bei anstehenden Nachwahlen ins Parlament nachrücken kann. Der 1952 geborene Gillani war seit 1985 viermal Abgeordneter für die größte pakistanische Provinz Punjab. Mitte der 1990er Jahre war er Parlamentspräsident. 2001 wurde er unter dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs verhaftet und verbrachte sechs Jahre im Gefängnis. (nz/dpa)

 
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