23. Mrz 2008 09:14
Einen Tag nach der Ankündigung eines «entschiedenen Kampfs gegen die Saboteure» ist China offenbar um Schadensbegrenzung bemüht. Die Aufstände in Tibet und anderen Regionen seien unter Kontrolle.
Es war das einzige Mal, dass die chinesischen Behörden Schüsse auf Demonstranten einräumten. Auch in Xiahe in der Provinz Gansu kehre nach Unruhen in der vergangenen Woche wieder Ruhe ein, meldete Xinhua. «Der Albtraum ist vorbei. Alles scheint Vergangenheit zu sein», wurde ein örtlicher Händler zitiert. Auch in Machu in Gansu habe die Regierung wieder die Kontrolle übernonmmen. 70 Prozent der Läden in der Stadt seien von Gewalttätern zerstört worden, hieß es.Nach offiziellen Angaben sind bei den Unruhen im Gebiet Gannan der westchinesischen Provinz Gansu insgesamt 94 Menschen verletzt worden. Seit Beginn der Proteste vor mehr als einer Woche sei aber nur ein Zivilist verletzt worden, berichtete Xinhua. Alle anderen Verletzten seien demnach Angehörige der Polizei oder Funktionäre. Exiltibetische Organisationen hatten von mindestens 39 Opfern durch Schüsse von chinesischen Truppen in Aba in Sichuan und Machu in Gansu berichtet.
Die Proteste begannen am 10. März in Tibet. China gibt die Zahl der Toten bei den Unruhen offiziell mit 22 an. Nach Angaben der tibetischen Exilregierung in Indien wurden mindestens 99 Menschen getötet: 80 in Lhasa und 19 in Gansu. (nz/AP)