22. Mrz 2008 16:29
Eine seit Wochen grassierende Dengue-Epidemie hat in Brasilien Dutzende Menschen das Leben gekostet. Jetzt richtete die Regierung in Brasilia einen Krisenstab ein, um die Seuche in den Griff zu bekommen.
Das Dengue-Fieber ist in den Tropen und Subtropen verbreitet. Die Krankheitssymptome sind wie bei einer schweren Grippeerkrankung. Besonders kleine Kinder, aber auch Erwachsene sind gefährdet. Gegen die Dengue-Infektion, die bei den meisten Erkrankten von selbst ausheilt, gibt es weder einen Impfschutz noch ein Medikament.Brasiliens Verteidigungsminister Nelson Jobim sagte am Freitag am Rande eines Besuchs in Washington, die brasilianischen Streitkräfte seien bereit, bei der Bekämpfung des Problems zu helfen. «Die Situation dort in Rio ist wirklich ernst», räumte Jobim ein.
Vor den Kliniken in Rio mussten die Patienten auch am Samstag stundenlang auf ihre Untersuchung warten. Kleine Kinder seien bei brütender Hitze ohnmächtig geworden, hieß es. «Das Denguefieber hat inzwischen alle Stadtviertel Rios erreicht, und es breitet sich weiter aus», warnte der Präsident der Ärztegewerkschaft Jorge Darze. (dpa)