Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Datenschutz-Skandal bei den US-Vorwahlen: 

Alle drei Präsidentschaftsbewerber ausgespäht

21. Mrz 2008 18:53
Beide wurden von neugierigen Angestellten ausgespäht
Bild vergrößern
Das US-Außenministerium hat nicht nur die Pass-Unterlagen des Demokraten Obama ausgespäht, sondern auch von Clinton und McCain. Mindestens in einem Fall soll ein neugieriger Auszubildender Einblick genommen haben.

Der Vorwahlkampf in den USA ist von einer eklatanten Verletzung des Datenschutzes überschattet worden. US-Außenministerin Condoleezza Rice räumte am Freitag ein, dass Ministerialangestellte die bei der Pass-Behörde gespeicherten persönlichen Daten von Barack Obama, Hillary Clinton und John McCain mehrfach illegal eingesehen haben. Zunächst wurde bekannt, dass der Demokrat Obama zu Jahresbeginn drei Mal das Opfer von unbefugtem Stöbern in seiner Pass-Akte geworden war.

Einer der drei Ministeriumsmitarbeiter, die sich Zugang zu Obamas Unterlagen verschafft hatte, nahm auch Einblick in die Akten McCains, sagte der Sprecher. Im Falle Clintons habe ein Auszubildender des Außenamts während einer Schulung die Unterlagen der früheren First Lady einsehen können, sagte McCormack. McCain zeigte sich empört und verlangte Maßnahmen, um so etwas künftig zu verhindern. Rice sowie ihr Sprecher Sean McCormack entschuldigten sich ausdrücklich bei den drei Präsidentschaftsbewerbern.

Ausgespäht aber nicht weitergeleitet?

Zwei Beschäftigte des Außenministeriums wurden wegen des Vorfalls bereits entlassen, bei einem dritten «prüfen wir die Optionen», sagte McCormack. Er kündigte eine eingehende Untersuchung der Vorfälle an.

Die Akten McCains seien Anfang des Jahres eingesehen worden, die Clintons im Sommer vorigen Jahres. Zwar seien die unautorisierten Zugriffe elektronisch vermerkt worden, doch habe niemand sie an höhere Stellen im Außenministerium weitergeleitet, sagte McCormack.

Richardson für Obama

Der frühere demokratische Präsidentschaftsbewerber Bill Richardson erklärte unterdessen offiziell seine Unterstützung für die Kandidatur seines früheren Rivalen Obama. «Barack Obama wird ein historischer und großer Präsident sein», schrieb der Gouverneur des Bundesstaates New Mexico am Freitag in einem Brief an seine Anhänger.

Der schwarze Senator «kann uns den Wandel bringen, den wir so dringend brauchen, indem er unsere Nation hier daheim und mit unseren Verbündeten im Ausland zusammenführt», erklärte Richardson, der im Januar aus dem innerparteilichen Rennen um die Nominierung ausgestiegen war. (nz/AP/dpa)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Anschlagsserie mit Dutzenden Toten: 
13-Jährige sprengt sich im Irak in die Luft
Nach dem Tod von acht Zivilisten: 
Syrien kritisiert «Aggression» der US-Armee
 
«Außergewöhnliche Umstände»: 
Merkel und Sarkozy wollen Stabilitätspakt lösen
Alternative Energien, alternative Lieferanten: 
Brüssel macht sich auch für Atomkraft stark
 
Koalition einigt sich bei Online-Durchsuchung: 
BKA-Trojaner erhält Verfallsdatum
Trauerfeier zu Afghanistan-Soldaten: 
Jung würdigt Verdienste «gefallener Soldaten»
 
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.