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Proteste gegen den Irakkrieg: 

Hunderte US-Kriegsgegner festgenommen

20. Mrz 2008 09:03
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Zum fünften Jahrestag des Beginns des Irakkriegs haben in den USA Tausende Menschen demonstriert. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Präsident Bush rechtfertigt indes erneut den Krieg.

Bei Demonstrationen zum fünften Jahrestag des Irakkriegs sind in den USA rund 200 Personen festgenommen worden. Kriegsgegner blockierten Straßen und Behördengebäude in Washington, San Francisco, New York und anderen Städten. Allein in San Francisco wurden am Mittwoch nach Angaben der Behörden rund 150 Personen abgeführt. Sie hatten den Verkehr im Finanzzentrum blockiert oder sich an Gebäude angekettet.

Schwarze Luftballons säumten die Straßen, während Demonstranten einen «unhappy birthday cake» anschnitten und die Kuchenstücke an Passanten verteilten. Einige Demonstranten hätten mit Farbe gefüllte Weihnachtsbaumkugeln auf Polizisten geworfen, sagte ein Polizeisprecher.

In Washington wurden bei einer Sitzblockade vor dem Kapitol etwa 20 Teilnehmer festgenommen. Weitere Festnahmen gab es, als Demonstranten die Absperrungen vor einer Finanzbehörde überwanden. In Syracuse wurden 20 Demonstranten festgenommen, die an einem Straßentheater teilgenommen hatten, bei dem Szenen in Bagdad nachgespielt wurden. In Chicopee, Massachusetts, wurden acht Personen bei der Blockade eines Luftwaffenstützpunkts abgeführt. In Cincinnati legten Kriegsgegner 4000 T-Shirts aus, um so an die 4000 im Irak getöteten US-Soldaten zu erinnern. In Louisville, Kentucky, stellten Demonstranten Militärstiefel, Sandalen und Kinderschuhe auf die Stufen eines Gerichtsgebäudes.

Bush veteidigt Krieg

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush in einer Rede zum fünften Jahrestag der Invasion im Irak den Krieg als richtig und notwendig verteidigt. Der Irak sei auf dem Weg zu einem Sieg über Aufständische und Terroristen und zu einer stabilen Demokratie, meinte Bush am Mittwoch in Washington. Der Entschluss, den damaligen Diktator Saddam Hussein zu stürzen, sei trotz hoher Verluste an Menschenleben und großer Kosten «die richtige Entscheidung» gewesen.

«Die Welt ist besser dran, und die USA sind sicherer geworden», sagte Bush. Dank des Krieges seien im Irak die Folterkammern geschlossen und die Menschen von einer brutalen Tyrannei befreit worden. Auch müssten die Nachbarn des Irak keine Kriege und Angriffe mit chemischen Waffen mehr fürchten.

Bush warnte vor einem verfrühten Abzug der US- Truppen, der Terroristen und Extremisten ermutigen würde. «Die Erfolge, die wir im Irak sehen, sind unbestreitbar. (...) Kriegskritiker können nicht länger glaubwürdig argumentieren, dass wir im Irak verlieren.»

Im Irak gebe es überdies erstmals einen arabischen Aufstand gegen das Terrornetz Al Qaeda mit «seiner unerbittlichen Ideologie», sagte Bush mit Blick auf die noch vor kurzem umkämpfte Provinz Anbar. Diese Entwicklung können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Irakkrieg als Thema im Vorwahlkampf

Der Jahrestag brachte die Irak-Debatte auch in den Vorwahlkampf zurück. Der bei den Demokraten bislang führende Senator Barack Obama sagte in North Carolina, seiner Rivalin Hillary Clinton könne nicht vertraut werden, wenn es um die Beendigung des Kriegs gehe. Während er selbst von Anfang an gegen das militärische Vorgehen im Irak gewesen sei, habe Clinton zunächst für den Einsatz gestimmt. (AP(dpa)

 
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