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Reaktion auf Mohammed-Karikaturen: 

Bin Laden droht mit Vergeltung

20. Mrz 2008 07:25
Bin Laden in einem Video vom 11. September 2007
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Die Europäer hätten in ihrem «Unglauben übertrieben», und der Papst führe einen neuen Kreuzzug gegen den Islam. Das erklärte der Al-Qaeda-Führer Bin Laden in einer Tonaufzeichnung – und hat wegen der Mohammed-Karikaturen diesmal auch Dänemark im Visier.

Al-Qaeda-Führer Osama bin Laden hat die jüngste Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Europa scharf verurteilt und mit Vergeltung gedroht. Eine Web-Site islamischer Extremisten veröffentlichte am Mittwochabend eine Audio-Erklärung Bin Ladens zusammen mit einem Foto, das den Terrorführer mit einem Sturmgewehr zeigt.

In Anspielung an den Abdruck der Karikaturen im Februar erklärte Bin Laden: «Ihr habt es in eurem Unglauben übertrieben, indem ihr diese beleidigenden Zeichnungen veröffentlicht habt. Das ist das größte und gefährlichste Unglück und das Urteil dafür wird entschlossener ausfallen.»

Papst führt Kreuzzug gegen den Islam

Die Karikaturen seien Teil eines «neuen Kreuzzugs» gegen den Islam, in dem der Papst eine besondere Rolle spiele. «Die Antwort wird sein, was ihr seht und nicht, was ihr hört», fuhr der Al-Qaeda-Führer fort. Die fünfminütige Audio-Erklärung mit englischen Untertiteln ist die erste in diesem Jahr. Zuletzt hatte Bin Laden am 29. Dezember vergangenen Jahres die sunnitischen Iraker davor gewarnt, die Al Kaida im Irak zu bekämpfen und mit Anschlägen auf Israel gedroht. Es gebe keine Hinweise darauf, wann die Erklärung aufgenommen worden sei, sagte Adam Raisman, der für das SITE-Institut in Washington Veröffentlichungen von Terrororganisationen untersucht.

Die Web-Site mit der jetzt verbreiteten Erklärung war bereits früher als Sprachrohr der Al Qaeda genutzt worden. Veröffentlicht wurde die Audio-Erklärung am Vorabend der Feiern in der islamischen Welt zum Geburtstag von Mohammed. Mehrere dänische Zeitungen hatten am 13. Februar erneut eine umstrittene Karikatur Mohammeds mit einer Bombe im Turban abgedruckt. Sie reagierten damit auf die Aufdeckung von Mordplänen gegen den Zeichner. Die Veröffentlichung stieß wie schon vor zwei Jahren auf Proteste in der islamischen Welt. (nz/AP)

 
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