18. Mrz 2008 23:12
Das Resultat eines Angriffs der internationalen Schutztruppe in Afghanistan ist umstritten: Die Einen melden tote Aufständische, die Anderen reden von dutzenden toten Zivilisten bei einer Sportveranstaltung.
Die Isaf erklärte, eine «gründliche Untersuchung» habe ergeben, dass sich der Angriff gegen Aufständische gerichtet habe, die in einer unbesiedelten Gegend unterwegs gewesen seien. Bewohner von Sangin sagten dagegen, der Luftangriff habe eine Menschenansammlung zum Ziel gehabt. Dorfbewohner hätten sich zu einer Sportveranstaltung getroffen. Nach Angaben der radikalislamischen Taliban, die Opferzahlen oft übertreiben, sollen mehr als 40 Zivilisten getötet worden sein. Zivile Opfer im Kampf gegen die Aufständischen sind ein heikles Thema. Die Regierung in Kabul ist besorgt, dass dadurch ihre Unterstützung in der Bevölkerung untergraben wird. Präsident Hamid Karsai hat die internationalen Truppen mehrmals aufgefordert, bei Militäroperationen Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. (dpa)