FDP-Chef Guido Westerwelle zeigte sich beeindruckt von der Rede der Bundeskanzlerin. «Die Bundeskanzlerin hat eine schwierige Aufgabe eindrucksvoll gemeistert,» sagte er am Dienstag in Berlin. Er fügte hinzu: «Ihre Rede in der Knesset ist eine persönliche Wertschätzung und zugleich eine Anerkennung dafür, dass Deutschland seinen festen Platz in der Friedensordnung der Welt gefunden hat.» Merkel hatte die Scham Deutschlands über den Holocaust angesprochen und sich vor den Opfern verneigt. Gleichzeitig richtete sie den Blick in die Zukunft und bekräftigte, dass die Sicherheit Israels nicht verhandelbar sei. Deutschland werde Israel gegen Bedrohungen beistehen, besonders solchen aus dem Iran.Merkel war die erste ausländische Regierungschefin, die von der Knesset zu einer Rede eingeladen worden war. Bislang war dieses Recht nur ausländischen Staatsoberhäuptern eingeräumt worden. In ihrer Rede hatte sie die historische Verantwortung Deutschlands als Teil der Staatsräson bezeichnet. «Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin nie verhandelbar.» In der «Stunde der Bewährung» dürften dies keine leeren Worte sein, hatte sie im Hinblick auf den Atomstreit mit dem Iran ergänzt. Merkels Rede war von den Abgeordneten mit ungewöhnlichem Beifall aufgenommen worden. Die Parlamentarier waren aufgestanden und hatten der Kanzlerin applaudiert. Sie hatte zum Schluss ihrer Rede Israel auf Hebräisch zum Jahrestag gratuliert. (nz/dpa/AP)