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Chronologie des Irakkriegs: 

Der Sieg, der keiner war

19. Mrz 2008 08:41
Fast fünf Jahre nach dem Ende der US-geführten Invasion ist die Lage im Irak weiterhin instabil. Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse seit Kriegsbeginn.

20. März 2003: Ohne UN-Mandat beginnen die USA und ihre Verbündeten einen umstrittenen Krieg gegen den Irak. Bagdad fällt am 9. April. Offizielles Ende der Kampfhandlungen ist der 1. Mai. Tausende von Irakern und US-Soldaten sterben in den folgenden Jahren bei Anschlägen.

14. Dezember: Ex-Diktator Saddam Hussein wird von US-Soldaten bei Tikrit gefasst.

28. Juni 2004: Amtsantritt der Übergangsregierung, offizielles Ende der US-Besatzung. Die Sicherheitslage bleibt äußerst instabil.

6. April 2005: Das provisorische Parlament wählt den Kurdenführer Dschalal Talabani zum Staatspräsidenten.

15. Oktober: Der demokratische Verfassungsentwurf wird bei einer Volksabstimmung angenommen. Er definiert den Irak als islamisches Land mit stark föderalen Zügen.

19. Oktober: Vor einem Sondertribunal beginnt der Prozess gegen Saddam Hussein. Im November 2006 wird er zum Tode verurteilt. Am 30. Dezember wird das Urteil vollstreckt.

15. Dezember: Bei den ersten regulären Parlamentswahlen nach dem Sturz des Saddam-Regimes siegt die Allianz der religiösen Schiiten-Parteien, verfehlt jedoch die absolute Mehrheit. Zusammen mit Kurden und Sunniten wird eine Regierung der nationalen Einheit gebildet.

20. Mai 2006: Das Parlament spricht der ersten permanenten Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki das Vertrauen aus.

23. November: Nach einem Pentagon-Bericht hat sich die Sicherheitslage im Irak dramatisch verschlechtert, bis zu 960 Anschläge pro Woche werden gezählt.

6. Dezember: Eine unabhängige US-Kommission empfiehlt einen Strategiewechsel, darunter einen Rückzug der US-Truppen bis 2008.

10. Januar 2007: Bush gesteht ein, die Lage im Irak falsch eingeschätzt zu haben. Er kündigt eine Aufstockung der US-Truppen, eine neue Strategie und rigoroses Vorgehen gegen Aufständische an.

24. Mai: Nach monatelangem Streit billigt der US-Kongress einen zusätzlichen Etat von 120 Milliarden Dollar für Afghanistan und den Irak, ohne dies mit einem Rückzugstermin aus dem Irak zu verknüpfen.

29. Juni: Die UN stellen die erfolglose Suche nach Nuklearwaffen im Irak ein. Die damit beauftrage Kommission wird aufgelöst.

13. September: Bush kündigt einen Teilabzug der US-Truppen an, stimmt seine Landsleute zugleich aber auf ein jahrelanges Engagement ein. Ende November werden die ersten von 5000 Soldaten abgezogen.

 
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