Chronologie des Irakkriegs:
Der Sieg, der keiner war
19.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
14. Dezember: Ex-Diktator Saddam Hussein wird von US-Soldaten bei Tikrit gefasst.
28. Juni 2004: Amtsantritt der Übergangsregierung, offizielles Ende der US-Besatzung. Die Sicherheitslage bleibt äußerst instabil.
6. April 2005: Das provisorische Parlament wählt den Kurdenführer Dschalal Talabani zum Staatspräsidenten.
15. Oktober: Der demokratische Verfassungsentwurf wird bei einer Volksabstimmung angenommen. Er definiert den Irak als islamisches Land mit stark föderalen Zügen.
19. Oktober: Vor einem Sondertribunal beginnt der Prozess gegen Saddam Hussein. Im November 2006 wird er zum Tode verurteilt. Am 30. Dezember wird das Urteil vollstreckt.
15. Dezember: Bei den ersten regulären Parlamentswahlen nach dem Sturz des Saddam-Regimes siegt die Allianz der religiösen Schiiten-Parteien, verfehlt jedoch die absolute Mehrheit. Zusammen mit Kurden und Sunniten wird eine Regierung der nationalen Einheit gebildet.
20. Mai 2006: Das Parlament spricht der ersten permanenten Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki das Vertrauen aus.
23. November: Nach einem Pentagon-Bericht hat sich die Sicherheitslage im Irak dramatisch verschlechtert, bis zu 960 Anschläge pro Woche werden gezählt.
6. Dezember: Eine unabhängige US-Kommission empfiehlt einen Strategiewechsel, darunter einen Rückzug der US-Truppen bis 2008.
10. Januar 2007: Bush gesteht ein, die Lage im Irak falsch eingeschätzt zu haben. Er kündigt eine Aufstockung der US-Truppen, eine neue Strategie und rigoroses Vorgehen gegen Aufständische an.
24. Mai: Nach monatelangem Streit billigt der US-Kongress einen zusätzlichen Etat von 120 Milliarden Dollar für Afghanistan und den Irak, ohne dies mit einem Rückzugstermin aus dem Irak zu verknüpfen.
29. Juni: Die UN stellen die erfolglose Suche nach Nuklearwaffen im Irak ein. Die damit beauftrage Kommission wird aufgelöst.
13. September: Bush kündigt einen Teilabzug der US-Truppen an, stimmt seine Landsleute zugleich aber auf ein jahrelanges Engagement ein. Ende November werden die ersten von 5000 Soldaten abgezogen.

