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Nach Unruhen in Mitrovica: 

UN-Polizist stirbt an schweren Verletzungen

18. Mrz 2008 10:59
KFOR-Soldaten in Mitrovica
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Bei den Ausschreitungen in Mitrovica sind mehr als 60 UN-Polizisten und 70 Demonstranten zum Teil schwer verletzt worden. Ein ukrainischer Polizist hat seine Verletzungen nicht überlebt.

Die jüngsten gewaltsamen Ausschreitungen im Norden des Kosovos haben ein erstes Menschenleben gekostet. Ein ukrainischer Polizist erlag den Verletzungen, die er bei Zusammenstößen zwischen serbischen Demonstranten und Sicherheitskräften von UN und KFOR in Kosovska Mitrovica erlitten hatte.

Der Ukrainer sei von einer Handgranate getroffen worden und später in einem Militärkrankenhaus gestorben, erklärte ein Polizeisprecher am Dienstag. Am Montag war es im Anschluss an die Räumung eines UN-Gerichtsgebäudes in Kosovska Mitrovica zu den schwersten Ausschreitungen seit der Unabhängigkeit der früheren serbischen Provinz gekommen. Dabei wurden mehr als 60 UN-Polizisten und Nato-Soldaten sowie 70 Demonstranten zum Teil schwer verletzt.

Ein serbischer Demonstrant lag nach einem Kopfschuss im Koma, wie Mediziner mitteilten. Er habe schwere Gehirnverletzungen erlitten und ringe mit dem Tode. Noch bevor der Tod des Polizisten bekannt wurde, äußerte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Bedauern über die gewaltsame Eskalation.

Japan erkennt Unabhängigkeit an

Als weiterer Staat erkannte Japan das Kosovo an. «Japan hofft, dass die Unabhängigkeit des Kosovos langfristig einen Beitrag zur Stabilität der Region leistet», erklärte das Außenministerium am Dienstag. Dabei wünsche Tokio weiterhin freundschaftliche Beziehungen zu Serbien. Japan schloss sich damit dem Schritt von rund 25 weiteren Staaten an, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA.

Russland, das die Unabhängigkeit des Kosovos vehement ablehnt, appellierte derweil an die muslimischen Länder, die frühere serbische Provinz trotz ihrer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung nicht als Staat anzuerkennen. Vor einer Reise in den Nahen Osten warnte Außenminister Sergej Lawrow in einem Zeitungsinterview davor, Separatisten weltweit Auftrieb zu geben. Lawrow reist am Mittwoch nach Syrien, Israel und ins Westjordanland. (AP)

 
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