Bei den Unruhen in der Stadt Mitrovica sind rund 100 Personen verletzt worden. Die Schutztruppen KFOR haben die Straßen in Richtung Mitrovica abgeriegelt.
Nach schweren gewalttätigen Auseinandersetzungen im Norden des Kosovos hat die internationale Schutztruppe KFOR in der Stadt Mitrovica die Lage unter Kontrolle gebracht. Das berichtete KFOR-Sprecher Etienne Du Fayet am Montag in Pristina.
Alle Straßen in Richtung Mitrovica seien geschlossen und würden von KFOR-Verbänden kontrolliert. Vor dem umkämpften Kreisgericht hielten sich nur noch rund 100 Serben auf, sagte der Offizier weiter. Bei den Zusammenstößen zwischen Polizeiverbänden der UN- Kosovo-Verwaltung (UNMIK) und KFOR-Einheiten mit Serben sind rund 100 Personen verletzt worden. Etwa 70 Serben wurden ärztlich behandelt, erläuterte das Krankenhaus in Mitrovica. Nach offiziellen Angaben wurden rund 25 internationale Polizisten, die meisten aus Polen, und acht französische KFOR-Soldaten verletzt. Die Unruhen waren nach der gewaltsamen Räumung des seit Freitag von Serben besetzten Kreisgerichts ausgebrochen. (AP)