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Aufstand gegen Pekings Politik: 

Indische Polizei geht gegen Exil-Tibeter vor

13. Mrz 2008 11:01
Nach der Festnahme traten sie in Hungerstreik
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Bevor der Protestmarsch die Grenze zu China überqueren konnte, hat die indische Polizei die Demonstranten festgenommen. Diese stehen jetzt unter Hausarrest, wehren sich aber weiter.

Die indische Polizei hat am Donnerstag den Protestmarsch von Exil-Tibetern gegen die chinesische Besetzung ihrer Heimat und die Olympischen Spiele in Peking blockiert. Die Tibetische Volksaufstands-Bewegung (TPUM) teilte mit, am vierten Tag der Protestaktion hätten Polizisten im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh nach rund 50 Kilometern die Marschroute versperrt.

Die etwa 100 Teilnehmer des Marsches, der vor den Olympischen Spielen im August nach Tibet führen sollte, seien vorübergehend festgenommen worden. Sie stünden nun unter Hausarrest und hätten einen unbefristeten Hungerstreik erklärt.

Die Teilnehmer des Marsches wollten von Indien über die Grenze nach China marschieren, um anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Peking für die Unabhängigkeit Tibets von China zu protestieren.

Sorge um Beziehungen zum Nachbarland

Indiens Regierung hatte den Tibetern aus Sorge um die Beziehungen zum Nachbarland China untersagt, den Bezirk Kangra im Norden des Landes zu verlassen. Hauptstadt des Bezirks ist Dharmsala, die Heimat des Dalai Lama, des geistlichen Oberhaupts der Tibeter, und der tibetischen Exilregierung. Dort hatte der Marsch am Montag begonnen, dem Jahrestag des Aufstandes der Tibeter gegen die chinesische Herrschaft 1959.

Ziel des Protestmarsches ist laut TPUM, «die tibetische Freiheitsbewegung wieder zu beleben und die chinesische Besatzung Tibets zu bekämpfen». Der Tibetische Jugend-Kongress hatte kritisiert, die chinesische Regierung nutze Olympia als Plattform, um die illegale Besetzung Tibets zu legitimieren.

Dalai Lama fordert Autonomie

Der Radiosender Free Asia (RFA) hatte am Mittwoch berichtet, in Tibet sei die chinesische Polizei massiv gegen einen Protestmarsch mehrerer hundert buddhistischer Mönche vorgegangen.

In seinem Exil sagte der Dalai Lama, er unterstütze die Olympischen Spiele in China. Die Welt solle im August aber nicht nur ihre Athleten schicken, sondern China auch an die Prinzipien Meinungsfreiheit, Gleichheit und Freundschaft erinnern. Er fordert Autonomie für Tibet innerhalb Chinas.

Das jahrhundertelang autonome Tibet wurde 1951 von China besetzt und annektiert. Seitdem betrachtet Peking die Region im Himalaja als chinesisches Gebiet. Nach einem Volksaufstand 1959 in der Hauptstadt Lhasa flüchtete der Dalai Lama nach Indien. Für seine Bemühungen um Frieden und Gewaltverzicht erhielt er 1989 den Friedensnobelpreis. (dpa/epd)

 
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