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Rassismus im Wahlkampf: 

Clintons Wahlhelferin tritt zurück

13. Mrz 2008 07:51, ergänzt 11:11
Barack Obama und Hillary Clinton noch freundlich vereint im Vorwahlkampf
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Für sie ist der Wahlkampf vorzeitig beendet. Trotzdem: Die Finanzexpertin im Team von Hillary Clinton bereut ihre Äußerungen über Obamas Hautfarbe nicht. Leid tun ihr andere.

Die zurückgetretene Wahlhelferin von Hillary Clinton, Geraldine Ferraro, fühlt sich nach ihren umstrittenen Äußerungen über die schwarze Hautfarbe des demokratischen Rivalen Barack Obama falsch verstanden. «Tut es mir leid? Nein, nein, nein», sagte sie laut einem Bericht der US-Zeitung «New York Times» vom Donnerstag. «Es tut mir leid, dass es Leute gibt, die mich für rassistisch halten.»

Darüber hinaus beschuldigte sie Obamas Wahlkampfteam, ihre Äußerungen bewusst misszuverstehen. Die Spendensammlerin für Hillary Clinton hatte zuvor gesagt, der schwarze Senator Obama «wäre nicht in seiner derzeitigen Position, wenn er weiß oder eine Frau wäre». Die Bemerkung hatte für Kritik aus dem Obama-Lager gesorgt.

Sie habe sich dazu entschlossen, zurückzutreten, um sich besser verteidigen zu können, sagte die Spendensammlerin Geraldine Ferraro nach Angaben des Fernsehsenders CNN. «Das Obama-Lager greift mich an, um Sie zu verletzen. Das werde ich nicht zulassen», hieß es den CNN-Angaben zufolge in einem Brief Ferraros an Clinton, in dem sie ihren Rücktritt bekanntgegeben habe. Dass ihre Äußerungen rassistisch wären, hatte sie schon vorher vehement bestritten.

Obama baut Vorsprung weiter aus

Präsidentschaftskandidat Obama hatte die Bemerkung Ferraros als «völlig absurd» zurückgewiesen. Erst am Dienstag hatte er bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Mississippi erneut einen klaren Sieg errungen und seinen Vorsprung vor Clinton ausgebaut. Obama bekam 61 Prozent der Stimmen, die ehemalige First Lady nur 37. Damit hat Obama nun 130 Delegiertenstimmen mehr hinter sich als seine Konkurrentin. Die Abstimmung in Mississippi war die letzte vor einer sechswöchigen Pause. Denn erst am 22. April steht die nächste Kandidaten-Kür im bevölkerungsreichen Bundesstaat Pennsylvania an.

Obama: Themen und nicht Hautfarbe werden entscheiden

Zugleich wurde immer deutlicher, dass die beiden Vorwahlen in Michigan und Florida sehr wahrscheinlich wiederholt werden. Es müsse sichergestellt werden, dass die mehr als 300 Delegierten aus beiden Staaten beim Nominierungsparteitag der Demokraten Ende August in Denver mit abstimmen können, sagte Obama. Er werde in dieser Frage allem folgen, was die Parteiführung entscheide. Nachgezogene Vorwahlen in den beiden Staaten könnten im Duell Obama-Clinton entscheidend sein.

Florida und Michigan hatten ihre Abstimmungen gegen den Willen der Partei auf Januar vorgezogen. Als Strafe hatte der Parteivorstand entschieden, die Delegierten auf dem Nominierungskongress nicht mitstimmen zu lassen. Clinton und Obama hatten in Absprache auf Wahlkampfauftritte in den Staaten verzichtet, und der Name des schwarzen Senators tauchte in Michigan nicht auf den Wahlzetteln auf. Dennoch gingen viele Wähler zu den Urnen und bescherten Clinton in beiden Staaten einen Sieg.

Nach Worten des Senator Obama wird die Wahl von Sachthemen und nicht von der Hautfarbe entschieden. Seine bisherigen Siege bei den Vorwahlen hätten gezeigt, dass er Unterstützung von Menschen verschiedener Hautfarbe und aus unterschiedlichen Regionen habe, sagte er auf einer Pressekonferenz. (nz/dpa/AP)

 
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