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Nahost-Konflikt: 

Hamas will über «umfassende Ruhe» reden

12. Mrz 2008 15:31

Die Hamas wartet auf Antwort aus Israel
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Die militanten Palästinenser haben einen Waffenstillstand mit Israel in Aussicht gestellt. Jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Zuvor müsse «der Feind seine Verpflichtungen erfüllen».

Die Hamas hat öffentlich Bedingungen für eine Waffenruhe mit Israel gestellt. Der Regierungschef der Hamas, Ismail Hanija, forderte einen Stopp der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen, ein Ende der Wirtschaftssanktionen und die Öffnung der Grenzen des Autonomiegebiets. «Wir reden über eine umfassende Ruhe, was bedeutet, dass der Feind seine Verpflichtungen erfüllen muss», erklärte Hanija. «Die Israelis müssen ihre Aggressionen einstellen, die Sanktionen beenden und die Grenzen öffnen.»

Man warte jetzt auf eine Antwort der israelischen Regierung. In den vergangenen Tagen hatte sich die Lage beruhigt. Die Hamas stellte ihre Raketenangriffe auf Israel weitgehend ein, während die israelischen Streitkräfte ihre Angriffe auf den Gazastreifen beendeten. Beide Seiten betonten jedoch, eine formelle Waffenruhe gebe es nicht.

Bei einer Razzia im Westjordanland erschossen israelische Soldaten am frühen Mittwochmorgen ein Mitglied des Islamischen Dschihad. Anwohnern zufolge umstellten die Soldaten im Dorf Saida ein Haus und forderten die Bewohner auf herauszukommen. Das 27 Jahre alte Mitglied des Islamischen Dschihads weigerte sich.

Mitglied des Islamischen Dschihad getötet

Anschließend kam es zu einer Schießerei, in deren Verlauf der militante Palästinenser getötet wurde. Die Soldaten hätten daraufhin eine Hälfte des Hauses zerstört und das Oberhaupt einer darin wohnenden Familie festgenommen, wie dessen Sohn sagte.

Die israelischen Streitkräfte erklärten, die Soldaten hätten einen ranghohen Kämpfer festnehmen wollen. Erst als er auf sie geschossen habe, hätten sie das Feuer eröffnet. Der Islamische Dschihad in Gaza erklärte, der Getötete sei einer seiner ranghöchsten Kommandeure im Westjordanland gewesen. Die Organisation drohte mit Vergeltung. (AP)

 
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