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Proteste für Unabhängigkeit: 

Tränengas gegen tibetische Mönche in China

12. Mrz 2008 10:23
Tibetische Mönche hören Radio Free Asia, um sich über die Lage zu informieren
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Chinesische Sicherheitskräfte haben eine Demonstration tibetischer Mönche mit Tränengas aufgelöst. Diese protestierten gegen die Festnahmen vom Montag. Auch in Indien setzten Exiltibeter ihren Protestmarsch fort.

Mit Tränengas ist die chinesische Polizei gegen einen Protestzug von 500 bis 600 buddhistischen Mönchen in der Nähe der tibetischen Hauptstadt Lhasa vorgegangen. Wie Radio Free Asia am Mittwoch berichtete, waren bei der Aktion am Dienstag mehr als 1000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

Sie umstellten die tibetischen Mönche des Klosters Sera, als diese in der Nähe einer Polizeiwache vorbeizogen. Die Mönche demonstrierten dem Sender zufolge gegen die Festnahme von Mitbrüdern am Montag und riefen Parolen wie «Wir wollen Freiheit» und «Wir wollen ein unabhängiges Tibet». Zwischen 50 und 60 Mönche waren am Montag in der tibetischen Hauptstadt Lhasa von Militär und Polizei verhaftet worden.

In Indien setzten mehrere hundert Exiltibeter trotz eines Verbots der Regierung am Mittwoch ihren Protestmarsch gegen die Olympischen Spiele in Peking fort. Sie zogen von Ranital im Bezirk Kangra in Richtung Tibet. Polizisten stoppten die Demonstranten und verlangten ihre Ausweispapiere zu sehen. Damit sollte der Protestzug nach Angaben der Organisatoren aufgehalten werden. Die Regierung in Neu-Delhi hat den Demonstranten aus Sorge um die Beziehungen zu China verboten, den Bezirk Kangra zu verlassen. Die Exiltibeter haben angekündigt, dem Verbot trotzen zu wollen.

Die Demonstrationen begannen am Montag, dem Jahrestag des Aufstands gegen die chinesische Herrschaft von 1959. Der Marsch zur Grenze soll sechs Monate dauern. Unter den Marschierenden sind laut der tibetische Aufstandsbewegung Mönche, Nonnen und Jugendliche, die im Exil geboren worden sind und Tibet noch nie gesehen haben. Ziel sei, «die tibetische Freiheitsbewegung wieder zu beleben und die chinesische Besatzung Tibets zu bekämpfen». (nz/dpa/AP)

 
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