Proteste für Unabhängigkeit:
Tränengas gegen tibetische Mönche in China
12.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
In Indien setzten mehrere hundert Exiltibeter trotz eines Verbots der Regierung am Mittwoch ihren Protestmarsch gegen die Olympischen Spiele in Peking fort. Sie zogen von Ranital im Bezirk Kangra in Richtung Tibet. Polizisten stoppten die Demonstranten und verlangten ihre Ausweispapiere zu sehen. Damit sollte der Protestzug nach Angaben der Organisatoren aufgehalten werden. Die Regierung in Neu-Delhi hat den Demonstranten aus Sorge um die Beziehungen zu China verboten, den Bezirk Kangra zu verlassen. Die Exiltibeter haben angekündigt, dem Verbot trotzen zu wollen.
Die Demonstrationen begannen am Montag, dem Jahrestag des Aufstands gegen die chinesische Herrschaft von 1959. Der Marsch zur Grenze soll sechs Monate dauern. Unter den Marschierenden sind laut der tibetische Aufstandsbewegung Mönche, Nonnen und Jugendliche, die im Exil geboren worden sind und Tibet noch nie gesehen haben. Ziel sei, «die tibetische Freiheitsbewegung wieder zu beleben und die chinesische Besatzung Tibets zu bekämpfen». (nz/dpa/AP)

