Protestmarsch nach China: 

netzeitung.deDutzende tibetische Mönche festgenommen

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Die Wut über die chniesischen Menschenrechtsverletzungen an Tibetern ist groß (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Wut über die chniesischen Menschenrechtsverletzungen an Tibetern ist groß
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sechs Monate soll sie eigentlich dauern: Die Protestwanderung tibetischer Mönche gegen Chinas Menschenrechtspolitik ist bereits früh unterbrochen worden. Weltweit schlossen sich Demonstranten an.

China hat Berichten zufolge Dutzende tibetische Mönche nach einem ungewöhnlichen Protestmarsch durch Lhasa festgenommen. Wie «Radio Free Asia» unter Berufung auf eine nicht näher identifizierte Behörden-Quelle am Dienstag erklärte, seien etwa 300 Mönche aus dem bekannten Drepung-Kloster bereits am Montag auf dem Weg zum Potala Palast im zehn Kilometer entfernten Stadtzentrum aufgehalten worden.

Sie hatten laut «Radio Free Asia» die Freilassung von im Oktober inhaftierten Mönchen aus ihrem Kloster gefordert. 50 bis 60 Mönche seien festgenommen und mit zehn Militärfahrzeugen weggeschafft worden, berichtete «Radio Free Asia» weiter.

Mehrere hundert Exiltibeter haben sich am Dienstag über ein Verbot der indischen Polizei hinweggesetzt und einen Protestmarsch gegen die Olympischen Spiele in diesem Sommer in Peking fortgesetzt. Sie wollten von Indien nach Tibet marschieren, das von China besetzt gehalten wird. Der Marsch zur Grenze soll sechs Monate dauern.

«Unvorstellbare Menschenrechtsverletzungen»
Weltweit hatten Exil-Tibeter und Aktivisten am Montag dem missglückten tibetischen Aufstand gegen China sowie der Flucht des Dalai Lamas vor 49 Jahren gedacht. Aus dem Exil im indischen Dharamsala machte der Friedensnobelpreisträger China für eine Verschlechterung der Menschenrechtslage im besetzten Tibet verantwortlich. Das geistige Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, warf der chinesischen Führung «unvorstellbare und schwere Verletzungen der Menschenrechte» vor.

Zu Protesten gegen die chinesische Besatzung kam es am Montag auch in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, in Kathmandu in Nepal, in San Francisco, in Olympia in Griechenland, in Berlin und auch in Tibet selbst. (nz/dpa/AP)