Die EU hofft derweil bei den Neuwahlen auf einen Sieg der pro-europäischen Parteien: «Die Serben haben jetzt die Möglichkeit, eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen», sagte EU-Chefdiplomat Javier Solana am Rande des EU-Außenministertreffens in Brüssel. «Ich hoffe sehr, dass sie auch weiterhin eine Beziehung zur EU haben wollen.» Ähnlich äußerte sich Sloweniens Außenminister Dimitrij Rupel: «Wir hoffen, dass die pro-europäischen Kräfte gewinnen werden», sagte Rupel, dessen Land den EU-Ratsvorsitz innehat. «Ich glaube, unsere serbischen Freunde haben gar keine andere Möglichkeit als die EU. Wo sollten sie sonst hingehen?»
Sein schwedischer Amtskollege Carl Bildt warnte Serbien davor, in die «Selbstisolierung» zurückzufallen, denn das hätte nicht nur für das Land selbst negative Folgern, sondern für die gesamte Region. Bis zum 11. Mai könne noch viel geschehen: «Eine Woche ist in der Politik eine lange Zeit und zwei Monate sind eine sehr lange Zeit in der Balkan-Politik.»