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Gewalt im Irak: 

Tausende Iraker protestieren gegen Gewalt

08. Mrz 2008 15:10
Die Gesichter der Opfer als Anklage
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Mit Fotos von Getöteten haben tausende Iraker gegen die schlechte Sicherheitslage in Basra demonstriert. Im Rest des Landes kam es erneut zu mehreren Gewalttaten.

Tausende Menschen haben am Samstag in Basra gegen die schlechte Sicherheitslage in der südirakischen Stadt protestiert. Die Demonstranten trugen dabei Bilder der Opfer der jüngsten Gewalttaten. Die irakischen Sicherheitskräfte hatten im Dezember von den Briten die Verantwortung für die zweitgrößte Stadt des Landes übernommen. Schiitische Gruppen kämpfen hier um die Vorherrschaft.

Die Einwohner klagen, seit dem Abzug der Briten hätten Morde, Entführungen und andere Verbrechen zugenommen. Auch in anderen Teilen des Iraks hält die Gewalt an. In der nordöstlich von Bagdad gelegenen Provinz Dijala wurden bei zwei Bombenexplosionen sechs Menschen getötet. In der gleichen Provinz wurde bei Kämpfen auch wieder ein US-Soldat getötet. Wie die US-Streitkräfte mitteilten, wurde er bei Kämpfen am Freitag so schwer verwundet, dass er später seinen Verletzungen erlag.

Im Irak sind seit Beginn der US-Invasion im März 2003 mindestens 3975 Angehörige der US-Streitkräfte getötet worden. In der nordirakischen Stadt Erbil wurde am Samstag eine französische Journalistin niedergestochen. Sie wurde leicht verletzt, wie Polizei mitteilte. Die Hintergründe der Tat waren unklar. Erbil liegt im vorwiegend von Kurden bewohnten Teil des Iraks und gilt als eine der sichersten Regionen im Irak.

Verhandlungen beginnen

Die USA und der Irak wollten am Samstag Verhandlungen über ihre langfristigen Beziehungen aufnehmen. Es gehe auch darum, eine rechtliche Grundlage für die Präsenz der US-Truppen in dem Land zu schaffen, erklärte das US-Verteidigungsministerium am Freitag. Die amerikanische Delegation wird von US-Botschafter Ryan Crocker angeführt. Außerdem gehören ihr ranghohe Vertreter des Pentagons, des Außenministeriums und des Nationalen Sicherheitsrates der USA an.

Mögliche Probleme könnten bei den Verhandlungen daraus entstehen, dass die USA auf das Recht beharren, im Irak weiter Terroristen verfolgen zu dürfen. Pentagon-Pressesprecher Geoff Morrell erklärte, die USA erwarteten lange Verhandlungen, die aber im Dezember abgeschlossen sein sollten, wenn das Mandat des UN-Sicherheitsrats abläuft, das die Anwesenheit der US- und anderer Truppen im Irak regelt. Kritik gibt es im US-Kongress an den Verhandlungen. Dies bezieht sich vor allem darauf, dass die Regierung der Ansicht ist, dass das Abkommen nicht vom Kongress gebilligt werden müsse. Dahinter steht die Sorge, dass sich die USA in dem Abkommen zu einem bestimmten Truppenniveau im Irak verpflichten könnten. (AP)

 
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