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Trotz des Attentats in Jerusalem: 

Israel will am Friedensprozess festhalten

07. Mrz 2008 22:44
Hamas-Fahnen wehen nach dem Attentat in Ost-Jerusalem
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Der Dialog mit gemäßigten Palästinensern soll weitergehen, auch wenn das Land unter Schock steht. Die Verantwortung der Hamas für den Mord an acht Studenten ist wieder fraglich. Deren Sprecher wörtlich: «Diese Ehre fällt uns nicht zu».

Trotz des Massakers in einer Jerusalemer Religionsschule will Israel den Friedensprozess weiterführen. Die gemäßigten Palästinenser sollten nicht für die Tat eines Extremisten bestraft werden, verlautete am Freitag aus israelischen Regierungskreisen. Der Anschlag vom Donnerstagabend mit acht Toten war der schwerste in Jerusalem seit über vier Jahren und löste weltweite Bestürzung aus.

Verwirrung herrschte über die mögliche Beteiligung der Hamas. Zunächst bekannte sich die radikalislamische Bewegung zu der Bluttat und rechtfertigte sie als Reaktion auf die jüngste israelische Offensive im Gazastreifen. Tausende Palästinenser zogen in Gaza triumphierend durch die Straßen, viele feuerten Freudenschüsse in die Luft. Später erklärte jedoch der Chefintendant des Hamas-Radiosenders Al Aksa, Ibrahim Daher, er habe das ursprüngliche Bekenntnis auf der Basis von verwirrenden Informationen verbreitet. Dies sei aber verfrüht gewesen. Der Sprecher des militärischen Hamas-Flügels, Abu Obeida, bestätigte, dass seine Gruppe zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Verantwortung für den Anschlag übernehme: «Diese Ehre fällt uns vorerst nicht zu.»

In Israel wurden Rufe nach einem Abbruch der Friedensgespräche laut. «Die Regierung muss sofort alle Verhandlungen abbrechen und den Terrorismus mit allen möglichen Mitteln ausrotten», sagte der Abgeordnete David Rotem von der Partei Israel Beitenu. Andere Abgeordnete warnten jedoch, Racheakte und ein Abbruch der Gespräche würden den Kreislauf der Gewalt nur weiter anheizen.

Die Tat wurde auch vom palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas verurteilt. Er selbst hatte zu Beginn der Woche einen Abbruch der Friedensverhandlungen mit Israel verkündet, nachdem bei der jüngsten Militäraktion im Gazastreifen mehr als 120 Palästinenser getötet worden waren. Auf Drängen von US-Außenministerin Condoleezza Rice nahm Abbas dies aber wieder zurück. (AP)

 
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