Südamerika-Konflikt:
Hintergrund: Die Truppenstärken der drei Länder
06. Mrz 2008 10:56
Im Norden Südamerikas lassen Venezuela und Ecuador ihre Armeen an der Grenze zum Nachbarland Kolumbien aufmarschieren. In dem Konflikt stehen sich Truppen mit unterschiedlicher Stärke gegenüber – ein Überblick.
Kolumbien
Das Land wird seit Jahrzehnten von Kämpfen linksgerichteter Rebellengruppen gegen die jeweilige Regierung erschüttert. Die Truppenstärke der Armee wird mit knapp 209.000 Mann angegeben, darunter 178.000 beim Heer, 22.000 bei der Marine und 8600 bei der Luftwaffe. Dazu kommen 129.000 Kämpfer in paramilitärischen Einheiten. Bei den unterschiedlichen Waffengattungen zählt die Armee insgesamt knapp 62.000 Reservisten. Die Farc als stärkste Rebellengruppe Kolumbiens verfügt über etwa 10.000 Kämpfer.
Venezuela
Der ölreiche Staat hat knapp 83.000 Mann unter Waffen. Dazu zählen etwa 34.000 Soldaten beim Heer, 18.300 bei der Marine, 7000 bei der Luftwaffe sowie etwa 23.000 Nationalgardisten. Beim Heer gibt es zudem 8000 Reservisten. Venezuelas linkspopulistischer Präsident Hugo Chávez plant darüber hinaus die Schaffung eines landesweiten Milizensystems, für das die Zivilbevölkerung mit Waffen ausgerüstet werden soll.
Ecuador
Das Militär des Andenstaates hat 56.500 aktive Militärs unter Waffen. In der Armee gibt es 47.000 Soldaten, in der Marine 5500 und in der Luftwaffe 4000. Dazu kommen 270 Paramilitärs und 118.000 Reservisten. (dpa)